The Besnard Lakes machen auch weder Goth noch Metal, sie klingen sehr viel expirementeller: Shoegazing - so nannte sich eine Musikrichtung Anfang der 90er - allen voran damals My Bloody Valentine (nicht zu verwechseln mit Bullet for my Valentine) - der ich auch The Besnard Lakes zuordnen möchte.
Besonderns geprägt nicht durch spezielle Melodien, sondern viel mehr durch eine musikalische Wand, die aber nicht wie beim Noise als Krach daher kommt, sondern durchaus musikalischen Aspekten genügt, allerdings schlecht zu durchdringen, sehr eng verwoben und mit relativ leichten, melancholischen Gesängen und Chören belegt ist.
Da passt dann auch die Besetzung der Band zu: Neben Gitarre, Bass und Schlagzeug gibt es natürlich Synthesizer, aber es kann auch schon mal vorkommen, dass in einem Song drei Bässe, drei Gitarren und drei Schlagzeuge auftauchen. Auch Blechbläser findet man bisweilen.
Anfangs mag diese Art von Musik anstrengend wirken, hat man sich aber erst einmal darauf eingelassen strahlt sie eine gewisse Ruhe und einen Trance-Artigen Zusstand aus, so dass man sich in ihr durchaus verlieren kann und will.
Wer schon in den 90ern gerne Leuten, die auf der Bühne mehr Augen für ihre Treter als fürs Publikum hatten, zugehört hat, dem wird auch das hier sehr zusagen. Zu Pogo und Randale wird diese CD aber wohl keinen anregen.
Trotzdem geil! Anspieltipps vor allem: Devastation und Because tonight.
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