Nach einer One Track Single, die im Februar diesen Jahres erschien, ist diese EP das zweite Release von THE CRAWLING. Die Spielzeit von fast 20 Minuten allerdings läßt das manchem Grinder oder Punkrocker schon als Album durchgehen. Zu Beginn bin ich tatsächlich an Funeral Doon (Doom?) der britischen Machart erinnert, aber das Trio zieht das Tempo immer mal wieder an. Auch die akustischen Zwischenspiele verstärken das Prinzip von Zuckerbrot und Peitsche.
Ich muss zugeben, dass mir die Wechsel stellenweise abrupt sind. Insbesondere bei ´Catatonic´ hatte ich es mir gerade in der schwermütigen Stimmung bequem gemacht, da wird das Tempo wieder hochgeschraubt. Aber Metal ist ja auch nicht dafür da, es sich bequem zu machen, auch wenn einige Bombast Metaller das vielleicht anders sehen.
Eins bleibt über die gesamte Spielzeit unabhängig von den Tempi bestehen und das ist die herrlich düstere Stimmung dieser Scheibe. Ich bin gespannt, wie es mit der Band weitergeht. Über ein komplettes Album könnten THE CRAWLING sicher noch eine intensivere Atmosphäre aufbauen.
Allen denen bei MY DYING BRIDE und Co die Aggressivität fehlt und denen die im Death Metal Schwermut vermissen, sei diese EP ans Herz gelegt. Ein erstes Release, das Lust auf mehr macht. Mission erfüllt.