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The Devil Wears Prada - Transit Blues

VÖ: 06. Oktober 2016   •   Label:  Rise Records

Dabei ist es auch im Metalcore wie mit einem guten Bier, das ja auch nur Hopfen, Malz, Hefe und Wasser braucht. Entscheidend ist das richtige Verhältnis von Härte und Sensibilität bzw. ein Händchen für mitreißende, gefühlige und unter die Haut gehende Melodien.

Und genau das ist THE DEVIL WEARS PRADA auf ihrem neuen Longplayer "Transit Blues" größtenteils gelungen. Ein gutes Beispiel dafür ist der Song 'Lock & Load', der mit anklagenden Riffs und den entsprechenden engagiert fordernden Vocals sowie hintergründiger schwermütiger Melodik für eine schaudernde, revoltierende Atmosphäre sorgt.

Daneben gibt es aber Tracks wie 'Flyover State', die etwas entschleunigter daherkommen und gekonnt Spannung aufzubauen vermögen, um sich dann überaus orgiastisch zu entladen. Richtig etwas auf die Ohren gibt es in 'Detroit Tapes', ein brachiales, getriebenes Riffmonster, das nicht unnötig in die Länge gezogen wird. Auch ein Aktivposten der Band! Große Gefühle eingebettet in grenzgängerischer Härte finden sich in 'The Condition', Ähnliches gilt für 'To The Key Of Evergreen'. Dabei wissen im Besonderen die ruhigeren, stimmungsgeladenen Partien zu überzeugen, verleihen sie den Liedern doch das besondere Etwas. Gerade im letztgenannten Track wird so eine unnachahmliche und intensive Stimmung erzeugt. Weltklasse!

Überaus vielseitig und facettenreich kommt 'Submersion' daher, ein Track, der den Zuhörer auf eine wahre Achterbahnfahrt der Gefühle mitnimmt. Mehr Diversity innerhalb des Genres geht nicht, wie das nachfolgende, zunächst nachdenklichere 'Home For The Grave' eindrucksvoll unter Beweis stellt. Herausragend ist zudem auch der Song 'Worldwide'. Allerdings könnte vereinzelt auch die ein oder andere Brutalopassage für die eine oder den anderen etwas zu heftig ausgefallen sein. Dann gilt das Motto: "Ist es zu hart, bist du zu schwach!"

Fazit: Mit "Transit Blues" ist den US-Amerikanern von THE DEVIL WEARS PRADA ein überzeugender Metalcore-Longplayer gelungen, der zumeist gekonnt die Gegensätze zwischen brutaler Aggressivität (vereinzelt too much!) und sensibler, emotionaler Zerbrechlichkeit (immer herausragend!) auslotet und dabei eine unnachahmliche sowie ungeahnte Vielfältigkeit an den Tag legt.

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