Es war die Stärke der GOO GOO DOLLS zuckersüße Popsongs zu schreiben, die aber nicht überfrachtet oder kitschig klangen. So war es gut zu verkraften, dass spätestens bei dem Hitalbum ´Dizzy Up The Girl´ von den Punk Wurzeln nichts mehr zu hören war. Das Album war gespickt mit Hits. Diese Qualität konnte mit dem folgenden ´Gutterflower´ nicht gehalten werden, aber es gab doch einige gelungene Songs. Und nun wirft das Trio ´Magnetic´ auf den Markt und enttäuscht. Gleich der Opener ´Rebel Beat´ ist ein Rohrkrepierer, der Rhythmus animiert nicht mal eine pubertierende Pastorentochter zur Rebellion. Und so plätschert die Platte über weite Strecken langweilig, schwülstig und nichts sagend vor sich hin. Die unaufdringliche Süße der alten Zeiten ist weg, wie der geschmolzene Zuckerhut einer Feuerzangenbowle. Es scheint als hätte die Band versucht, neue Hits nach dem Schema zu schreiben, das mal erfolgreich war. Dieses Schema funktioniert ohne Leidenschaft aber nicht. Und so klingt ´Magnetic´ uninspiriert und beliebig. Jeder weiß, dass ein Magnet sowohl anziehen als auch abstoßen kann. Es scheint, als hätten die GOO GOO DOLLS ihren bisher anziehenden Magneten im Studio umgedreht. Schade und irgendwie auch dumm.
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