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The Neal Morse Band – The Grand Experiment

VÖ: 12. Februar 2015   •   Label:  Inside Out

Hier wird genau das geliefert, was die Fan Gemeinde erwartet. Und das trotz leicht geänderter Herangehensweise. Denn diesmal traf man sich im Studio ohne fertig komponierte Lieder. Alle Mitglieder konnten sich hier mit einbringen und das tut dem Ergebnis wirklich gut. Zudem handelt es sich hier um die erste gemeinsame Studio Arbeit der kompletten Band. Wir erinnern uns zurück: in der Vergangenheit arbeitete Neal so gut wie immer mit Schlagzeuger Mike Portnoy, Bassist Randy George und diversen Gastmusikern an seinen Scheiben. Dies hier ist ein Bandalbum.  Dazu gekommen sind Eric Gillette an der Gitarre und Bill Hubauer am Keyboard. Beide singen zudem richtig gut. Das fällt bereits bei dem 10 Minütigen Opener „The Call“, der mit einem wundervollen Satzgesang eröffnet wird, deutlich auf. Es folgen farbenfrohe wunderschöne, dem Mainstream nicht allzu ferne Melodien bevor das progressive Feuerwerk sich entfacht. Das Haupt-Riff strotzt vor Lebensfreude. Natürlich auch der spirituelle Text. Ein richtig toller Refrain sorgt für DEN Ohrwurm schlechthin. Dann ein vertrackter Mittelteil, ein kurzer ein wenig melancholisch balladesker Part und eine längere komplexe Solo Attacke, bei der insbesondere Gillette an der Gitarre beweisen kann, was er drauf hat. Aber auch Hubauer am Keyboard kann punkten. Dann fällt im Schlussrefrain auf, welch positiven Anteil die Backing-Vocals haben. Definitiv einer der besten Songs von Neal Morse überhaupt. Im fett rockenden Titeltrack, der erst etwas einfacher aufgebaut ist, auch über eine tolle Hookline verfügt, kann Gillette wieder mit einem klasse Gitarrensolo überzeugen. 70er Hard Rock Einflüsse deutlich spürbar. Zweiter Volltreffer! Das  ruhige „Waterfall“ erinnert etwas an „The Distance To The Sun“ von SPOCK’S BEARD oder „We All Need Some Light“ von TRANSATLANTIC. Ein wenig Melancholie, trotzdem irgendwie positiv.  Einfach nur schön (hört Euch den Gesang an, Gänsehaut!). Darauf eine Nummer, die ich in dieser Form nicht auf diesem Album erwartet hätte. Megaphon Vocals Effekte, ein fetter Groove und ein rotziges Hard Rock Riff machen „Agenda“ zu einen weiteren Knaller, der mit 3,5 Minuten eher kurz und simpel ist. Danach folgt mit dem 26 Minütigen „Alive Again“ das erwartete Prog-Epos eines typischen Neal Morse Albums. Hier tauchen alle Elemente in verstärkter Form auf. Wieder schöne Melodien, vertrackte Riffs, komplexe Passagen, typisches Morse Gefrickel und dann eine lebensbejahende Strophe mit einem höchst spirituellen Text, über den ich gerne mehr erfahren würde. Auch hier fällt der schöne Gesang der kompletten Band deutlich auf. Ab der zehnten Minute ein rockender Mittelteil mit Bläser Unterstützung. Hätte man auch auf der „SNOW“ Scheibe von SPOCK’S BEARD finden können. Dann orchestrale Einleitung in einen komplex vertrackten Solo Teil. Hier wird gefiedelt und gedudelt bis in Gefilde, die mich an KING CRIMSON erinnern. Darauf ein akustisch ruhiger Teil, in dem NICHT Neal Morse die Lead Vocals übernimmt. Auch hier stellt sich deutlich heraus, dass alle singenden Bandmitglieder wahnsinnig gut bei Stimme sind. In der 21. Minute findet sich dann wieder der Übergang zum Anfangsteil des Songs. Und das mit überragender Schönheit. Dieser Refrain… Und wir sind wieder beim Opening Riff angekommen, das nun wunderbar ausgespielt wird. Darüber ein schönes Solo und ein längeres Fade Out.

Ich habe mir „The Grand Experiment“ verdammt oft angehört und finde immer noch Parts, die ich wieder „neu“ entdecke. Sicher wiederholt sich Neal Morse auf seinen Alben in gewisser Art und Weise. Bei der Vielfältigkeit seines Materials ist das kein Wunder. Was bei dieser Veröffentlichung anders ist: es ist ein Bandalbum. Ein sehr starkes!

Ein paar Worte noch zu den unterschiedlichen Formaten: es gibt das Album auch auf 180g Vinyl mit beiliegender Special Edition Doppel CD. Auf dieser sind einige weitere neue Songs und Live Mitschnitte. Beim Kauf der Special Edition Doppel CD liegt noch eine Bonus DVD bei auf der zwei Musikvideos sowie ein "Making Of" drauf sind.

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