Allerdings auf ihre eigene Weise und in ihrem eigenen Stil, gilt es doch, der Zuhörerschaft etwas über Tod, Untergang, Verhängnis, Drogen und Träume näher zu bringen. Ob der Themenwahl ist natürlich klar, dass wir hier keine fröhlichen Töne vorfinden werden. Eher könnte man sich die Musik zu einem dieser düsteren, morbiden Filme von Quentin Tarentino oder Robert Rodriguez vorstellen, bei dem die beiden Musikerinnen in einer sehr heruntergekommenen, versifften und lichtarmen Lokalität voll von schwitzenden, ungepflegten, rauchenden und trinkenden Männern ein Konzert geben, ehe ein Konflikt, eine Schlägerei oder ein Gemetzel ausbricht...
Hinter THE OATH verbergen sich zum einen die schwedische Gitarristin Linnéa Olsson, die man schon von SONIC RITUAL können könnte, die eine Punk-Gitarristin aus vollster Überzeugung und mit sehr viel Herzblut ist und die besonders durch ihre düsteren, aber mitunter auch eingängigen Riffs begeistern kann ('Silver And Dust'). Zum anderen gehört zur Stammbelegschaft auch noch die gebürtige Berlinerin Johanna Sadonis, eine leidenschaftliche Anhängerin des Metals in seiner tödlichen, schwarzen oder extremen Spielart, zudem Gründerin des bekannten "Kill 'Em All"-Clubs sowie Sängerin in verschiedenen Bands....
Dass der Sound auf dem Debütalbum so dermaßen mitreißend und einnehmen ist, liegt vor allem an der instrumentellen Orchestrierung. Denn was braucht harter Rock mehr als kraft- und zugleich gefühlvolle Vocals, die eben nicht nervig jaulend und opernhaft daherkommen, schrammelige, riffige Gitarren, die den Sound ungemein vorwärts treiben, aber auch für eine entschleunigende, melancholisch-catchy Atmosphäre sorgen, druckvolle Bässe ('Psalm 7') und treibende Drums, die auch Keith Moon ('Psalm 7') alle Ehren machen könnten.
Einfach purer, energetischer, rotziger, schmutziger und harter Rock! Also: Dreht die Lautstärkeregler auf and play it loud!