The Prog Collective – World’s on Hold
VÖ: 05. Februar 2021 • Label: Cleopatra Records
Der Infozettel des Labels nennt zwar viele großen Namen der Prog Rock Szene, aber nicht alle Musiker, sondern nur die „Gäste“ neben Sherwood. Wer zum Beispiel also Schlagzeug spielte, oder ob es sich um einen Drum Computer handelt bleibt unklar. Nun aber zur Musik. Diese klingt wie erwartet nach der Spielwiese der Bands, in denen Sherwood beteiligt war und ist. Also klassischer 70er und 80er Progressive Rock mit etwas Bombast. Einige Songs haben zwar ihre Momente und können mit starken Soli oder Gesangslinien überzeugen, doch irgendwie fehlt der rote Faden. Dass das leicht psychedelische „Two Trajectories“ als erste Single Lust auf mehr macht bezweifle ich. Da kann auch Geoff Tates Gesang den Langweiler nicht retten. Hier wäre das YES artige „Anything but Goodbye“ mit Jon Davidson (aktuelle YES Besetzung) und Patrick Moraz (der auf dem 1975 YES Album „Relayer“ Synthies spielte) die bessere Wahl gewesen. „Meant To Be“ klingt wiederum typisch nach 80er YES und hätte auf der „90125“ Scheibe landen können. „Brave New World“ ist ein seichter Langweiler. Auch „Glory Days Ahead“ kann als letzte Eigenkomposition nicht überzeugen. Zu seicht, zu melancholisch und ohne echte Überraschungen. Und nun zu den Coverversionen: „Solsbury Hill“, gesungen von Roine Stolt (Flower Kings) ist noch erträglich, aber überflüssig. Procol Harums „A Whiter Shade Of Pale“ ist eine dieser Nummern, die mittlerweile nur noch nerven, da sie auf jedem Oldi Radio Kanal zu Tode gedudelt wurden. Das kann auch nicht Graham Bonnet am Mikro retten. Totale Null Nummer! „Eye Ot The Sky“ langweilt ebenfalls durchgehend. Und dann ein echter Alptraum: „Nights in White Satin“ von den Moody Blues hat vielleicht Teenager Mädchen in den 60ern zum Heulen gebracht, Freudentränen löste es bei mir nie aus. Genauso wie diese völlig überflüssige Version. Bei den „Bonus Tracks“ hören wir noch einmal den verstorbenen John Wetton bei der Beatles Nummer „Penny Lane“. Gut, aber auch kein Aha-Erlebnis. Dieses kann Bostons „More Than A Feeling“ leider auch nicht auslösen. Genauso wenig wie „People Are Strange“ von den Doors, bei denen David Johansen versucht Jim Morrison zu imitieren. Sorry, geht gar nicht.
Nun das Fazit: Große Namen machen noch kein gutes Album. Die teils langweiligen, teils guten Eigenkompositionen können vielleicht Prog Rock Sammler mit zu viel Geld in der Tasche zum Kauf locken, die Coverversionen sind so überflüssig, uninspiriert und langweilig, dass ihr Eurer Geld lieber spart.
Nun das Fazit: Große Namen machen noch kein gutes Album. Die teils langweiligen, teils guten Eigenkompositionen können vielleicht Prog Rock Sammler mit zu viel Geld in der Tasche zum Kauf locken, die Coverversionen sind so überflüssig, uninspiriert und langweilig, dass ihr Eurer Geld lieber spart.