Ein großer Unterschied besteht jedoch darin, dass man bei „Red Flags“ wirklich Spaß am zuhören hat. Die Songs werden von mitreißenden Gitarrenriffs getragen und von Emma Hellströms toller Stimme veredelt. Ebenso ist ein kleiner Ohrwurmfaktor vorhanden, denn schon nach dem ersten Durchhören haben sich die recht eingängigen Melodien im Gehörgang festgesetzt und fordern den Finger energisch auf, die „Play“-Taste ein zweites Mal zu bedienen. Die Songs leben von der verbreiteten Melancholie, die zum Glück relativ frei von Kitsch gehalten wird und einfach nur schön ist. Einziger Schwachpunkt in meinen Augen ist die männliche Gesangsstimme, die mir doch etwas dünn erscheint und nicht wirklich neben Emmas Vocals bestehen kann. Sie raubt ein wenig die Atmosphäre und wirkt wie nachträglich hinzugefügt, nicht wie eine Einheit. Wen das jedoch nicht stört und wer auf kitschfreien melancholischen Rock/Metal steht, der ist mit dieser Scheibe gut beraten und kann/muss auf jeden Fall ein Ohr riskieren. (Rouven Hehlert)
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