Slapshot und Blue Bloods Mitglieder haben sich zu den The Welch Boys zusammengeschlossen und Jim Siegel (nicht zu verwechseln mit Ralph Siegel) hat sich der Produktion angenommen: könnte auch nicht besser ausgewählt sein, hat er doch u.a. auch schon für die Dropkick Murphys die Regler gedreht.
Bereits mit dem Opener „Head In The Sand“ wird klar, dass wir es hier mit einer dreckigen Streetpunk Scheibe zu tun haben. Ed Lalli (Slapshot Gitarrist) liefert einen formidablen Job als Sänger ab und rotzt richtig ins Mikro, unterstützt von fetten Kneipenchören. Musikalisch bewegt man sich im besten Pogotempo, so dass auch beim wildesten Tanz wenigstens noch ein Rest Kaltgetränk im Glass bleibt.
Wer nun meint, dass die Jungs sich mit ein oder zwei hervorragenden Songs zufrieden geben, der hat sich geschnitten. Nach einem mehr als beachtlichen Anfang, erreicht man mit dem Titeltrack einen ersten echten Höhepunkt: Drinkin angry ist ein absoluter Ohrwurm, der einfach zum Mitgröhlen einlädt. Und die Liste lässt sich weiterführen: „Stronger“, „Route Irish“ oder „Turn It Loose“. Zudem gibt es mit „Pervert“ noch einen Song gegen Kinderpornographie, der sich am Beispiel von „The Who“ Gitarrist Pete Townsend, der vor einigen Jahren seine Kreditkartennummer an eine Kinderpornoseite gegeben hatte, bedient. Und wer die The Welch Boys nun immer noch nicht mag, denr kann vielleicht die Coverversion von „Let’s Break The Law“ (Anti-Nowhere League) überzeugen.
Die Bostoner verbinden die besten Traditionen des feuchtfröhlichen Streetpunks sogar stellenweise mit dem leicht melancholischen Misfits Element (z.B. „My Own Creation“). „Drinkin Angry“ ist eine der besten Platten, die mir in den letzten Monaten in die Finger geraten ist. Je häufiger das Teil hier rotiert, desto geiler scheinen die Songs zu werden. Da kann man nur mit den Worten der Band sprechen: „Turn it loose. Goota let it just happen. There’s nothing else you can do.“ Also Klappe halten, zurücklehnen und Anlage auf LAUT!
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