Synthesitzereinsatz und Gesamttempo wurden stark reduziert, und die Grundstimmung von "Forever is the world" ist einen ganzen Zacken melancholischer als noch auf dem Vorgänger.
Schon der Opener "Hide and Seek" vermittelt mit monotonem Riff und rhytmisch-abgehackten Growls schiere Endzeitstimmung, der Spannungsbogen wird durch den Einsatz von Nell Siglands glasklarer Stimme bis zum letzten Takt aufrecht gehalten.
Im weiteren Verlauf wird auf ebenjenen Wechsel zwischen Growls und Klargesang (einstmals noch ein echtes Markenzeichen von Theatre) dann jedoch weitgehend verzichtet. Dafür gehört aber auch der leicht näselnde Sprechgesang, der schon auf dem 1999er-Album "Aegis" an den Gehörnerven gesägt hatte, (fast) der Vergangenheit an. Stattdessen dominieren ausgefeilte, eingängige Melodien mit reichlich Pianoeinsatz, über denen Fräulein Siglands weiche Stimme schwebt. Der fehlt in höheren Tonlagen zwar das Potential einer Liv Kristin- die Vocals wirken dort teilweise unangenehm "schneidend" - ansonsten macht sie ihren Job aber sehr gut.
Darüber hinaus gibts wenig zu beanstanden. Die Produktion ist über jeden Zweifel erhaben, sämtliche Elektroeskapaden scheinen vergessen.
Theater of Tragedy machen im Grunde dort weiter, wo sie mit "Aegis" aufgehört hatten. Der Sound besitzt die gewisse Eigenständigkeit, mit der Theatre aus der Masse hervorstechen.Alles in allem stellt "Forever is the world" ein gelungenes Comeback dar, einige wenige Detailarbeiten darf man sich aber gern für die nächste Scheibe vornehmen.
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