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Thunder – The Reissues 2005-2008

VÖ: 04. April 2024   •   Label:  BMG
Die britischen THUNDER formierten sich 1989 und starteten mit ihrem Debüt „Backstreet Symphony“ sofort richtig durch, wobei die Plattenbosse sie zunächst in die Kategorie „Hair Metal“ einzuordnen versuchten, um eine entsprechende Zielgruppe anzusprechen. Nachdem sich der Haarspray-Nebel gelichtet hatte, wurde schnell klar, dass die Briten nicht wirklich zum amerikanischen Sunset Strip passten. Nun werden drei Alben aus der Phase zwischen 2005 b1 Thunder TheMagnificentSeventh 2LP 4050538982572 FRONTis 2008 in aufgemöbelter Version neu aufgelegt.

Nach ihrer Reunion und dem Album „Shooting At The Sun“ im Jahr 2002, legten Danny Bowes (Voc.), Luke Morley (Git.) & Co gleich mehrere Alben in kurzer Folge nach, nur um am Ende des Jahrzehnts wieder den Hut zu nehmen.

Ob es an den sperrigen Albumtiteln „The Magnificent Seven“ oder „Robert Johnson’s Tombstone“ lag, dass die Band erneut nur in ihrer Heimat kurz in den Charts vorbeischaute, oder am Zeitgeist, kann ich nicht sagen. An der Musik kann es nicht gelegen haben, denn der Fünfer präsentierte sich auf eingängig und rockig. „The Magnificent Seven“ kann mit Songs wie „The Gods of Love”, „One Foot in the Grave“ oder dem treibenden “The Pride” ebenso punkten wie mit ruhigeren Nummer á la „I’m Dreaming Again“. Ausfälle gibt es nicht und auch von den Exkursen in die Gefilde des Funk gibt es hier wenig zu hören. Auch heute noch ein starkes Album!

Auf der Tour zum Nacholger „Robert Johnson’s Tombstone“ habe ich die Band in Hannover live gesehen und es war alles andere als eine Trauerfeier1 Thunder RobertJohnsonsTombstone 2LP 4050538982695 FRONT. Vielmehr zeigte Drummer Harry James eindrucksvoll, dass er sich nicht nur als Teufel auf dem Cover sehen lassen kann, sondern auch, wie wichtig sein druckvolles Schlagzeugspiel für den Sound der Briten ist. Mit Songs wie dem einfühlsamen „A Million Faces“ oder dem treibenden „The Devil Made Me Do It“ bewiesen THUNDER einmal mehr, dass sie ihre Kernkompetenzen auch 17 Jahre nach der Gründung der Band noch meisterlich beherrschen. Das Album enthält vielleicht nicht die größten Hits der Band, präsentiert sich aber auch nach fast 20 Jahren noch als gutes Hard Rock Album, das vom organischen Zusammenspiel der Musiker und der grandiosen Stimme von Danny Bowes lebt.


Nach den beiden Vorgängern änderten THUNDER ihre Strategie und brachten es 2008 nicht nur mit dem Albumtitel „Bang“ sowie mit dem dazugehörigen Albumcover schneller auf den Punkt als auf den vorangegangen Alben, sondern auch mit den kurzen, knackigen Songtiteln. Musikalisch startet man mit dem eingängigen Rocker „On The Radio“ und dem rockigen „Stormwater“, bevor es mit „Carol Ann“ etwas ruhiger wird. Mit einem Song wie „Turn Left At California“ bewiesen THUNDER einmal mehr, dass sie sich stilistisch nicht beschränken wollen. Tolle Nummer! Genauso wie „Love Sucks“, welches sich eher als klassischer THUNDER Song präsentiert, und das teils nachdenkliche „One Bullet. Mit „Honey“ gibt es dann einen zackigen Rausschmeißer. Es lohnt sich also unbedingt, das Album bis zum Ende durchzuhören.
Alle Rereleases wurden mit Bonussongs aufgewertet und sind nun erstmals auch auf Vinyl erhältlich.
THUNDER gehören nach wie vor zu den besten britischen Hard Rock Bands und ein schlechtes Album der Band gibt es eigentlich nicht. So gilt also auch für diese drei Scheiben, dass die Anschaffung mindestens all denjenigen empfohlen sei, die sie bislang nicht im Schrank hatten. Vinyl-Freunde greifen natürlich ebenso zu!
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