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Timeless Haunt – Haunted Symphony EP

VÖ: 14. November 2019   •   Label:  Stormspell Records
Das Label zieht für den Vergleich sofort ganze große Namen aus dem Hut: SAVATAGE, PSYCHOTIC WALTZ, TRANS-SIBERIAN ORCHESTRA und ein wenig ICED EARTH und SYMPHONY X. Doch ruhig mit den jungen Pferden, denn noch sind TIMELESS HAUNT nicht soweit, dass sie die besagten Bands eingeholt hätten. Und doch helfen die Vergleiche zumindest zur ungefähren Positionsbestimmung – viel genauer führt mich mein Navi in der Regel auch nicht. Jedoch haben sich TIMELESS HAUNT auch kein allzu starres Korsett angelegt, so dass die Songs durchaus unterschiedliche Einflüsse durchblicken lassen. „Darkness Falls“ etwa beginnt mit einem ALICE IN CHAINS-mäßigen Riff, welches man allerdings auch auf FORBIDDENs „Distortion“ hätte finden können. Das starke „Sands of Agony“ hingegen wird von einer ruhigen Piano-Passage eingeleitet, so dass hier am ehesten Erinnerungen an SAVATAGE wach werden, allerdings auch an QUEENSRYCHE oder HOUSE OF SPIRITS. Für mich der stärkste Song der 5-Track EP.
Der Opener „March of Death“ geht da im Vergleich härter und roher zu Werke und zeigt, dass wir es hier keineswegs mit einer Hochglanzband zu tun haben. Der Songs dürfte Fans von TAD MOROSE ebenso gefallen wie denen von BRAINSTORM. Im epischen „Claustrophobia“ geht es dann musikalisch deutlich progressiver zur Sache und der mysteriöse „Unknown Vocalist“ führt über weite Teile mit Sprechgesang durch den Song. Allerdings finden sich vor allem im Refrain auch typische US Power Metal Elemente á la JAG PANZER, TITAN FORCE & Co. „Hellion Witch“ soll nun als Video ausgekoppelt und mittels gutaussehender Gothic-Braut aufgehübscht werden – so war es jedenfalls in der entsprechenden Suchanzeige zu lesen. Musikalisch zeigt sich der Fünfer hier abermals von der raueren Seite.
Eine knappe halbe Stunde nehmen sich TIMELESS HAUNT für ihren musikalischen Einstand. Zeit genug, um Lust auf mehr zu machen, denn der Fünfer bietet hier einen stilistischen Querschnitt solcher Szenelieblinge wie QUEENSRYCHE, TAD MOROSE und SAVATAGE. Ein gutes Rezept, welches zudem schmackhaft umgesetzt wurde. Gerne mehr davon.



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