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Tourniquet – Gazing at Medusa

VÖ: 03. Januar 2019   •   Label:  PATHOGENIC RECORDS
Im Gegenteil. Die Amis um Schlagwerker Ted Kirkpatrick haben für ihre mittlerweile zehntes Album mächtig aufgerüstet. Vom ursprünglichen Line Up ist nur noch Ted übrig, Langzeitgitarrist Aaron ist wieder in die Band zurückgekehrt und bekommt nun Schützenhilfe vom ex-MEGADETH Klampfer Chris Poland. Frontmann Luke Easter ist von Bord gegangen und stattdessen steht nun ex-JUDAS PRIEST/ex-ICED EARTH Sirene Ripper Owens am Mikro. Wie schon bei seinem ICED EARTH Einsatz finde ich, dass die Stimme des Ripper deutlich besser zu TOURNIQUET passt als seinerzeit zu Priest. Hier kann er sich richtig austoben und sowohl hohe Lagen abgrasen als auch aggressivere Vocals präsentieren. Was Rock Hard Kollege Schillermann an dem Gesang proletenhaft findet, leuchtet mir nicht ein. Im Hintergrund hat Kirkpatrick druckvolle Riffs gebastelt und dem Duo Guerra/Poland eine ordentliche Spielwiese angelegt auf der sie sich ordentlich austoben können.
Traditionell sind TOURNIQUETs Songs nicht gerade eingängig oder überhaupt einfach zugänglich. Für meinen Geschmack haut das schleppende „Memento Mori“ als erster Song richtig rein. Das schnelle „The Crushing Weight Of Eternity“  überzeugt ebenfalls, bevor „The Peaceful Beauty of Brutal Justice“ eine musikalische Umsetzung des Songtitels erfährt: schön trifft brutal. Hier überzeugen die (ich nehme an) abwechselnden Vocals von Ripper und Guerra. „Can’t make Me Hate You“ ist ein weiterer getragener Song, mit dem man erst warm werden muss, der sich aber gut entwickelt. „One Foot In Forever“ fährt dann schon eher im Fahrwasser des traditionellen US Metal. Mit dem titelgebenden Track „Gazing At Medusa“ gibt es dann noch ein besonderes Schmankerl am Schluss. Hier bringt Dead-Daisies-Drummer Deen Castronovo durch seine Gastvocals eine besondere Note rein. Macht einen guten Job und passt gut zum treibenden Riffing des Songs.
Die Fans von TOURNIQUET haben mittels Fund-Raising in ihre Jungs investiert und „Gazing At Medusa“ erst ermöglicht. Mit den neun Songs des Albums liefert die Band ab, was man vor ihr erwartet: vertrackten US-Power Metal mit thrashigen Elementen. Keine leichte Kost, aber Kunst ist eben nicht immer leicht…


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