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Twilight - Beneath Tridents Tomb

VÖ: 16. März 2014   •   Label:  Century Media

Da findet sich alle paar Jahre die Creme de la Creme der Szene (Mitglieder von Krieg, Leviathan, Nachtmystium...) zusammen, um ihre Ergüsse in einen Silberling zu pressen. Von manchen abgöttisch geliebt, von anderen als ideenlose Aneinanderreihung von stumpfen Samples abgetan.

Und so eröffnet der Silberling mit einer verstörenden Grundstimmung die sperriger nicht sein kann.  
"LUNGS" lässt kaum Platz zum Atmen und zieht in klassischer Sludge Manier über den Hörer her. Das dominante Schlagzeug führt voran, und wird dabei von verstörenden Gitarrenriffs und einem verstörenden Kreischgersang von Imperial begleitet. Zugegeben, es ist kein einfacher Einstieg, nach der dritten, vierten Rotation aber durchaus fesselnd.

"Oh wretched son" macht da kein Unterschied und schließt hervorragend an. Die Gitarren erreichen aber im Vergleich fast schon rhytmisch, harmonische Züge. Ab Minute zwei werden diese gnadenlos vom Drum abgelöst, dass mit einer solchen brachialen Walze losrollt, dass es einen förmlich umhaut. Mid und High Tempo wechseln sich ab, bevor es zum Ende eher wieder in Richtung Sludge geht.

"Swarming funeral mass" verschlingt den Hörer wieder mit einer knapp 8-minütigen Klangwand aus tiefster Dunkelheit.

"Seek no shelter fevered ones" beginnt langsam, gewinnt aber schnell an Fahrt und überrascht abermals mit einer brachialen Drum Walze, die gnadenlos alles platt macht, was sich ihr in den Weg stellt.

"A flood of eyes" und "Below lights" beenden das Werk mit einer tragenden Düsteratmosphäre, die nach guten 41 Minuten den Hörer wieder entlässt.

Was bleibt ist ein sperriges Werk von einer Horde Musiker, die ihr Handwerk durchaus verstehen, jeweils  ihren ganz eigenen Charakter mit einbringen und somit für ein Klangteppich sorgen, auf den man sich gezielt einlassen muss. Für mich ist es kein Werk, was man einfach so laufen lassen kann. Man muss sich die Zeit nehmen, auf das Album einlassen.

Doch die Mühe lohnt sich. Wenn erst einmal der Zugang geschaffen ist, fasziniert der Silberling und zieht einen unweigerlich in seinen Bann. Sicherlich keine Musik für jeden Tag und immer wieder. Aber genau das macht auch den Reiz aus. Eine ungeheure Macht und Kraft, die aus den Boxen den Raum füllt und für 41Minuten den Hörer fesselt. Facettenreich, düster, depressiv. Es zelebriert alles, was den puristischen Black Metal heute ausmacht. Vermischt mit Innovation und avantgardistischen Elementen.

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