Zunächst einmal kommt der Fünfer nicht aus Deutschland, sondern aus Dänemark und auch die Musik hat so rein gar nichts mit Black Metal zu tun. Im Gegenteil, denn Urkraft klingen wie eine gelungene Symbiose aus Dew Scented, Heaven Shall Burn und God Dethroned. Will heißen, hier geht die Post ab. Und das liegt nicht allein daran, das sich ein gewisser Tue Madsen, seines Zeichens neuer dänischer „überproduzent“ in Sachen harter Mucke, hier hinter den Reglern saß und dem Album einen krachigen und rasiermesserscharfen Sound verpasst hat.
Alle neun Songs werden auf einem spielerisch durchweg hohen Niveau dargeboten, ohne das man sich dabei in technischen Frickeleien verliert. Stakkatoartiges Riffing wechselt sich mit treibenden Hooklines und Highspeedgebolze ab, allerdings werden in den richtigen Momenten immer wieder interessante Breaks und Melodielinien eingeflochten. Sänger und Gitarrist Thomas kreischt, grunzt und growlt sich die Seele aus dem Leib, während Drummer Mikael einen tadellosen Herzschrittmacher mimt. Bemerkenswert ist auch die Tatsache, das Urkraft, einen festen Keyboarder in ihren Reihen haben, der es versteht, sein Instrument ausgesprochen dezent und songdienlich einzusetzen. Das verleiht der Albumatmosphäre einen kalten modernen Touch, ohne ihr die Aggressivität und Rohheit zu nehmen oder das Material weichzuspülen.
Einen Originalitätspreis werden Urkraft mit Eternal Cosmic Slaughter noch nicht gewinnen können, allerdings beweist, das hohe Niveau der Scheibe, das es bei den Dänen an Substanz wahrlich nicht mangelt, so das ich gespannt bin, was man von dieser Band in Zukunft noch hören wird. Die Pflicht haben sie jedenfalls mit Bravour bestanden und ich kann nur jedem empfehlen, der sich musikalisch in den Bereichen Death, Thrash oder Metal-Core zu Hause fühlt, das Album zumindest einmal anzutesten.
(www.urkraft.dk / MP3-Link: http://www.cartelmedia.de/cm_bands.php?id=1)