Insoweit gehen die 4 Jahre Wartezeit seit der letzten Veröffentlichung absolut in Ordnung, zumal sich das Ergebnis wirklich hören lassen kann:
"The Seraphic Clockwork" knüpft nahtlos dort an, wo "Christ O" seinerzeit aufgehört hat, und setzt in vielen Bereichen sogar noch eins drauf.
Besonders die klassische Orchestrierung kommt deutlich besser zur Geltung und zeugt von den kompositorischen Fähigkeiten der Jungs.
Kontrastiert wird dies durch eine teilweise stärkere Rifflastigkeit, was schon beim Opener "Frequency" beginnt und sich durch das gesamte Album
durchzieht. Allgemein wird virtuosen Einzelleistungen, anders als z. B. bei der direkten amerikanischen Konkurrenz im Genre, nur spärlich Platz
eingeräumt. Die Folge: das Gesamtwerk erscheint wie "aus einem Guss" und niemals konstruiert. Eingängige, überaus eigenständige Melodien stehen im
Mittelpunkt und machen "The Seraphic Clockwork" zu einer (nicht nur für Progmetalfans) mehr als nur empfehlenswerten Scheibe.
Das für viele Genrefremde überaus enervierende "Aufblasen" von Songs über die 10-Minuten-Grenze hinweg durch ewig lange Soloeinlagen wird dabei
gekonnt vermieden. Selbst im Falle des 13minütigen Hohepunkts "On my Way to Jerusalem" wird der Hörer durchwegs durch immer neue Melodielinien und
überraschende Tempowechsel bei Laune gehalten. Auch eine stimmige Story (ja, es ist ein Konzeptalbum!) im Stile Jules Vernes fehlt nicht und vermag es, ihren Teil zu einem überaus starken, stimmigen Gesamteindruck beizutragen.
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