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Vanden Plas - The Seraphic Clockwork

VÖ: 04. Juni 2010   •   Label:  Frontiers Records
22. Juli 2010

Insoweit gehen die 4 Jahre Wartezeit seit der letzten Veröffentlichung absolut in Ordnung, zumal sich das Ergebnis wirklich hören lassen kann: "The Seraphic Clockwork" knüpft nahtlos dort an, wo "Christ O" seinerzeit aufgehört hat, und setzt in vielen Bereichen sogar noch eins drauf. Besonders die klassische Orchestrierung kommt deutlich besser zur Geltung und zeugt von den kompositorischen Fähigkeiten der Jungs. Kontrastiert wird dies durch eine teilweise stärkere Rifflastigkeit, was schon beim Opener "Frequency" beginnt und sich durch das gesamte Album durchzieht. Allgemein wird virtuosen Einzelleistungen, anders als z. B. bei der direkten amerikanischen Konkurrenz im Genre, nur spärlich Platz eingeräumt. Die Folge: das Gesamtwerk erscheint wie "aus einem Guss" und niemals konstruiert. Eingängige, überaus eigenständige Melodien stehen im Mittelpunkt und machen "The Seraphic Clockwork" zu einer (nicht nur für Progmetalfans) mehr als nur empfehlenswerten Scheibe. Das für viele Genrefremde überaus enervierende "Aufblasen" von Songs über die 10-Minuten-Grenze hinweg durch ewig lange Soloeinlagen wird dabei gekonnt vermieden. Selbst im Falle des 13minütigen Hohepunkts "On my Way to Jerusalem" wird der Hörer durchwegs durch immer neue Melodielinien und überraschende Tempowechsel bei Laune gehalten. Auch eine stimmige Story (ja, es ist ein Konzeptalbum!) im Stile Jules Vernes fehlt nicht und vermag es, ihren Teil zu einem überaus starken, stimmigen Gesamteindruck beizutragen.

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