Anstatt diesen Vergleich verstehen zu wollen, frage ich mich eher, ob der Fünfer von Down Under mit ihrem vierten Album dem sehr starken Vorgänger „Embrace The Silence“ das Wasser reichen kann.
Stilistisch ist man sich zumindest treu geblieben und die harten Gitarren kopulieren freudig mit den Keyboards und der etwas melancholischen Stimme von Sänger Silvio Massaro. Insgesamt gelingt es der Band, passend zu den kürzer werdenden Tagen eine düster-bedrohliche Atmosphäre aufzubauen, so erzeugt etwa "Gala" einen fulminanten Spannungsbogen, der kurz vor dem Brechen durch die harmonischen Eingangsriffs von "I Within I" aufgelöst wird.
Wie auch beim Vorgänger, muss man sagen, dass die Jungs eine kurze Aufwärmphase benötigen, bis sie ab der Mitte des Albums zu ihrer vollen Größe auflaufen: "I Within I" oder "Behind The Open Door" überzeugen durch hervorragende Melodien und kraftvolle Instrumentierung. Durch getragenere Töne wie in "One Foot In Both Worlds" sorgen die Jungs für Abwechslungs und spätestens bei diesem Song dürfte jedem Hörer klar werden, dass es keine Gemeinsamkeiten mit Gamma Ray gibt, eher mit Fates Warning!
Die Güte des Vorgängers wird zwar nicht ganz erreicht, dennoch gelingt es den Australiern, ein überdurchschnittliches, stimmungsgeladenes Album abzuliefern!
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