Es ist mittlerweile das dritte Album, welches die Grande Dame des deutschen Heavy Metal Jutta Weinhold mit ihrem kongenialen Partner Holger Marx abliefert. Und was soll man sagen: Nachdem „Respice Finem“ und „The Pale Man Is Holding A Broken Heart“ bereits gelungene Nummern enthalten haben, zündet „Cosmic Healer“ deutlich schneller. Das liegt daran, dass die Band beim Songwriting offenbar mehr Wert auf knackige Songs gelegt hat und weniger auf den theatralischen Schwermetall der Marke ZED YAGO. So gehen Songs wie „Let Metal Be Your Master“ oder „Voice of an Anarchist” ohne Umschweife direkt ins Ohr. „Holy Snake Mother“ hingegen kommt mit einem Riff, welches auch auf dem selbstbetitelten „Debüt“ aus dem Jahr 1991 seinen Platz gefunden hätte. Mit „Sassenach“, „On The Prowl“ oder „Osiris“ gibt es aber auch ganz typische VELVET VIPER Kracher. Und am Ende gibt es sogar noch eine stromlose Version von „Götterdämmerung. Der einzige Kritikpunkt liegt für mich in der Optik, denn ich bin kein besonderer Fan dieser Art von Covergestaltung. Da hat mir der ZED YAGO Stil besser gefallen und ich fand ihn auch stimmiger zur Musik. Mit „Cosmic Healer“ liefern VELVET VIPER ein richtiges Sahneschnittchen des Heavy Metal ab. Wie gewohnt steht Juttas mächtige Stimme unerreicht über allem und sie verleiht der Musik die gewisse mystische Schwere, die wir eben nur bei VELVET VIPER finden. Gitarrist Holger hat mit Jutta offenbar definitiv seine „Sword Sister“ gefunden und „Cosmic Healer“ klingt über die gesamte Spielzeit stimmig und einzigartig. Schön, dass es noch Bands mit so unverwechselbarer DNA gibt. Wenn jetzt auch noch ein Re-Release des „Velvet Viper“ Albums kommt, dann ist das VELVET VIPER Universum perfekt. Beim „Cosmic Healer“ gibt es Balsam für die Seele ganz ohne Rezept oder negativen Corona-Test. Play-Taste drücken und mal für eine knappe Stunde aus dem Krisenmodus abtauchen.
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