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Venomous Breath - Et Viscera Sanguis

VÖ: 06. November 2014   •   Label:  Hell Productions

Die Globalisierung ist auch im Metal nicht aufzuhalten. So komme ich in Berlin mit den Brasilianern VENOMOUS BREATH in Kontakt, als die für ESCARNIUM eröffnen. Damit nicht genug, das Debüt der Band erscheint auf dem thailändischen Label Hell Productions.ACAußer dieser Vernetzung haben VENOMOUS BREATH mit Fortschritt nicht viel am Hut. Die Band zeichnet aus, was ich an vielen südamerikanischen Combos mag – sie klingen rau und ungestüm.

Der Opener hat einen klaren Crust Einschlag und geht im Midtempo straight nach vorne. Das folgende ´Necrophiliac Sex Frenzy´ beginnt dann sehr schleppend und VENOMOUS BREATH bauen dezente Melodien in die fetten Riffs ein. Zwischendurch wird das Tempo mal wieder angezogen und zum Ende wird vom Rhythmus her so geritten, dass ich etwas an UNLEASHED erinnert bin. Diese Parallele zu den Schweden hört man auch bei Parts von ´Empty Life´ deutlich.
Die genannten Zutaten kennzeichnen auch den Rest der Scheibe und mehr braucht es auch nicht, um eine gute Old School Death Metal Scheibe abzuliefern. Mit ´If There Is No God...´ haben die Brasilianer dann sogar einen kleinen Hit an Bord, sehr cooler Track mit guter Steigerung, der sich schnell im Hirn festsetzt. Da sieht man mal wieder, dass auch Songs mit über 7 Minuten Spielzeit spannend bleiben können.
Etwas untypisch sind die Vocals. Thiago growlt nicht. Die Stimme klingt eher kehlig und liegt in der Schnittmenge zwischen van Drunen und Black Metal. Das passt gut zu den Tracks, dann und wann wäre aber eine leichte Variation wünschenswert.
Die erste Auflage der CD ist übrigens vergriffen und die 2016 erschienene Version hat das ´Deatharsenal´ Demo von 2012 als Bonus. Die Qualität der live eingespielten Songs ist mäßig und bis auf das ´C.F.C.´ Cover vom CANCER Debüt sind auch alle Songs auf dem Album gelandet. Aber na gut, als Zugabe ist das ja absolut OK.

Wer auf Old School Death Metal steht und gern auch mal Bands im Schrank hat, die nicht jeder kennt, ist bei  VONOMOUS BREATH genau richtig. ´Et Viscera Sanguis´ wird sicherlich kein Genre-Klassiker werden, klingt für mich aber besser als vieles von dem, was heute in dem Bereich auf den großen Labels veröffentlicht wird. Anchecken solltet ihr die Brasilianer auf jeden Fall, das ist in der vernetzten Welt ja kein Problem mehr.

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