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Vessel of Light – Thy Serpent Rise

VÖ: 26. Dezember 2019   •   Label:  Eigenproduktion
Allerdings hat sich das ehemalige Zwei-Mann-Projekt mittlerweile zu einer amtlichen band gemausert. Neben Steuermann Dan Lorenzo (HADES, ex-NON FICTION, ex-THE CURSED) und Frontsirene Nathan Opposition (ANCIENT WISDOM), haben sich mittlerweile Basser Jimmy Schulman (HADES) und ex-OVERKILL Kesselflicker Ron Lipnicki zum Line Up gesellt. Stilistisch bleibt sich das Quartett treu und zockt mittelschweren Doom Metal mit kratzigen Vocals. Die schweren Riffs aus Lorenzos Schmiede stehen durchaus in der Tradition von THE CURSED, aber auch von NON-FICTION. Vor allem fühle ich mich aber an Bands aus der Nachbarschaft wie THE BRONX CASKET CO. erinnert. VESSEL OF LIGHT halten ihre Songs recht kurz, nur einmal werden die 4 Minuten geknackt. Entsprecht fällt die Spielzeit mit ca. 35 Minuten bei 12 Songs – von denen 3 Stücke allerdings Intos bzw. Zwischenspiele sind – eher Punk-rockig aus. Doch wenigstens sind die Songs – anders als der Songtitel „Meet and Bone“ suggeriert – mehr als Haut und Knochen. Der Vierer groovet sich gekonnt durch die Spielzeit, driftet Gott sei Dank nicht in die 70s Ecke ab, sondern sorgt mit kraftvollem Gitarrensound für die nötige Metal-Kante. Der schwerfälligste Doomster ist wohl „Eternal Sleep“, der seinem Titel auch Rifftechnisch alle Ehre macht und zentnerschwer daher gerollt kommt. Für meinen Geschmack gewinnt die B-Seite ohnehin mit leichtem Vorsprung gegen die A-Seite, denn auch „Decomposing Mental Health“ und „After Death“ überzeugen durch ihre guten Melodien, während die erste Hälfte der Scheibe vielleicht mit etwas mehr Aggression daherkommt.
VESSEL OF LIGHT treffen mit „Thy Serpent Rise“ durchaus den musikalischen Zeitgeist, was jedoch auch bedeutet, dass die Konkurrenz groß ist. Inwiefern man sich da mit dem dritten Tonträger durchsetzen kann, wird sich zeigen. Ein Qualitätssiegel kann man dem guten Stück auf jeden Fall bedenkenlos aufdrücken. Die digitale Version kostet ca. 9 Euros, jedoch täuscht die Anzahl der Tracks etwas über die eigentliche Menge an Material hinweg. Und somit wäre die recht kurze Spielzeit auch mein Hauptkritikpunkt an „Thy Serpent Rise“.



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