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Vinterblot - Realms Of The Untold

VÖ: 24. Januar 2016   •   Label:  Nemeton Records

Das ist jetzt über zwei Jahre her und zwischenzeitlich war es still um die Italiener geworden. Abgesehen von dem Bonus-Album-Track 'Triumph Recalls My Name' gab es kein Lebenszeichen. Doch in der Zwischenzeit hatte sich niemand Geringeres als Dan Swanö der Truppe angenommen, der sich als Produzent des zweiten Streichs „Realms Of The Untold“ zu dem Statement hinreißen ließ, dass ihn dieser herausragende Death/ Black Metal in die frühen 90er Jahre versetzt.

Und das ist nicht zu viel versprochen. Denn VINTERBLOT wuchern mal wieder mit ihrem Können. Epische, düstere Klänge erschaffen eine wahrlich mitreißende, intensive Atmosphäre ('Unveiling the Night’s Curtain'), unter die Haut gehende Melodik trifft auf aggressive Brachialität ('Vagrant Spirits in a Misty Rainfall'). Das Beste aber ist die Variabilität des Sounds, der durch die virtuose Kombination aus todesmetallischen und schwarzmetallischen Elementen entsteht. Das ist in heraustragender Weise in dem Track 'Stone Carved Silence' gelungen, der durch seine höllische Diabolität im Verein mit riffiger Härte zu bestechen weiß.

Düster, düsterer, tiefschwarz kommt dann 'Throne of Snakes' daher, ein Song von brutaler Dynamik mit episch-martialischer Emotionalität. Etwas versöhnlicher ist vor diesem Hintergrund dann schon der Opener 'Evoked by Light', in dem im Besonderen die eingängige Melody-Line und die Gitarrensoli herausragen. Das Zeug zum Klassiker in typischer Melodic-Death-Metal-Manier hat der Track 'Frostbitten', der programmatisch für den Sound von VINTERBLOT steht und vor allem auch durch seine groovigen Partien brilliert. Hervorragend und hitverdächtig ist zudem 'The Summoning'.

Fazit: Dan Swanö (OPETH, DISSECTION, EDGE OF SANITY) hat gut daran getan, sich des zweiten Albums der paganen Death Metaller von VINTERBLOT anzunehmen, denn dadurch hat er eine Band im Portfolio, die durch ihren paganen Death Metal mit deutlichen black-metallischen Einschlägen Maßstäbe setzt und gekonnt an die Sturm- und Drangzeit der Genres in den 90er anzuknüpfen vermag.

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