10 Jahre sind vergangen, die Band hat mal hier mal da ein Mitglied ausgewechselt, mittlerweile ist RHAPSODY OF FIRE Sänger Fabio Lione (der zuvor ja ebenfalls für LABYRINTH trällerte) wieder mit an Bord und im Gepäck hat man 5 weitere Alben – den neuesten Streich mit eingerechnet. Neben gesanglichen Höhenflügen stehen VISION DIVINE vor allem für symphonische Keyboards, progressive Strukturen und melodische Songs. Die oben erwähnten Arbeitergeber der Bandmitglieder lassen ja den Stil der Band bereits erahnen. Und tatsächlich, wer RHAPSODY, SAINT DAEMON oder auch SONATA ARCTICA mag, der ist grundsätzlich auch mit dieser italienischen Kapelle gut bedient. Während meine Kollegen des elektronischen Blätterwaldes zum Teil überzeugt sind, dass die Band mit ihrem siebten Album endlich den Durchbruch schaffen wird, hege ich in dieser Hinsicht so meine Zweifel. Auch wenn die Bands laut eigener Aussage mit diesem Album den Metal Olymp erklimmen wollen, so schaffen sie es meiner Ansicht nach auch mit „Destination Set To Nowhere“ nicht über die amtliche Gutklassigkeit der frühen Alben hinaus. Während die Scheiben der vergangenen 10 Jahre vollkommen an mir vorbeigegangen sind, bleiben VISIOn DIVINE für mich auch anno 2012 eine Band, die Genrefetischisten einen Kick verpassen wird, die aber in Sachen Eingängigkeit auch auf dem aktuellen Album nicht an so starke Alben wie etwa SAINT DAEMONS „Pandeamonium“ herankommt.
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