Der Legende nach kam es zur Gründung von VOICE OF RUIN im Jahre 2008 aufgrund des sehnlichsten Wunsches von fünf schweizerischen Farmern, den angestammten Hof zu verlassen und Rockstars zu werden. Das Ziel konnte natürlich nur sein, Ikonen des Sex, des Alkohols und des Rock 'n' Roll zu werden.
Vor dem Hintergrund von "Bauer sucht Frau", wo die Frauen nie lange bei den Männern bleiben, könnte man jetzt ja denken, "Lasst mal lieber die Hände vom Metal!"
Doch im Gegenteil. Denn der Titel des Longplayers scheint programmatisch zu sein. Hieß es früher, "Nur der Zahn der Bisamratte, ist härter als die...", so bekommt "Morning Wood" auch in musikalischer Hinsicht gleich eine ganz andere Bedeutung. Denn VOICE OF RUIN zelebrieren einen wahrhaft hammerharten, erfrischenden Metal, der aufgrund seiner Dynamik und Energie fast schon thrashige Ausmaße anzunehmen scheint.
Überzeugende, heftige Riffs und intensive Drums treiben den Sound vor sich her, der durch das ein oder andere melodiöse Element an Klasse gewinnen kann. Die geshouteten und mitunter gegrowlten Vocals sorgen für das richtige Maß an tiefschwarzer, düsterer Atmosphäre, Hooks und groovige Passagen verleihen dem "Farmer Metal" zudem ein überaus fettes und modernes Gewand. So wird das Hörerleben dann noch abgerundet. Man höre nur Songs wie 'Cock 'n Bulls', 'Party Hard' oder 'Sex for free'.
Kurz: Abends Fanta, "Morning Wood". Die eigensinnigen Eidgenossen von VOICE OF RUIN haben ein durchaus überzeugendes traditionell-modernes thrashiges Album vorgelegt, für dessen Härte keinerlei Hilfsmittel nötig sind und das für die Fans von THE BLACK DAHLIA MURDER, ARSIS und ALL SHALL PERISH ein lohnenswerte Investition sein dürfte. "Horny Farmer Metal"??? Wer hats erfunden? Die Schweizer!