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Vrankenvorde - Schlachtensang

VÖ: 21. Dezember 2007   •   Label:  Blood Fire Death Productions
08. April 2008

Die Bandhomepage verrät mir, die Musik passe „nur schwer in gängige Schubladen“, sei auf Grund ihrer Texte jedoch eher dem Pagan Metal zuzuordnen. So so.
Was einen tatsächlich auf „Schlachtensang“ erwartet, ist ein reichlich unausgegorenes Gebräu aus lahmem Death/Black Metal, in den hier und da noch etwas MeloPagan-Gedudel gepanscht wurde. Generell scheinen die Schwierigkeiten der Band im handwerklichen Bereich zu liegen: Die Gitarrenarbeit ist unsauber, das Songwriting chaotisch und langweilig, und selbst mit so grundlegenden Dingen wie einem gleichmäßigen Takt scheinen die einzelnen Instrumente noch ihre Schwierigkeiten zu haben. Während die pathetischen Texte eher Romantisierungen der Neuzeit entspringen, stammen wenigstens die Aufnahmemethoden wohl noch aus der Zeit der alten Vikinger, und so verschwimmen die Gitarrenlinien vielfach zu einem zähen Distortion-Brei, in dem man vergeblich nach einer klaren Linie stochert. Selbst die kurzen, klaren Momente von Titeln wie „Der Geist des großen Krieges“ oder dem vierminütigen „Instrumental“ verkriechen sich schnell wieder unter die dicke Matschdecke langweilig dahinschrebbelnder Gitarren oder leidet an anderen der oben genannten Kindskrankheiten. Da wirken die im Booklet angestellten Vergleiche mit Pagan-Größen wie Minas Morgul und Riger (ebenfalls Bands aus Franfurt/O.) wie blanke Ketzerei.
Zusammenfassend mag „Schlachtensang“ vielleicht ein guter Vorsatz gewesen sein. Herausgekommen ist dabei leider nur eine Schlammschlacht der Grobmotoriker im Soundmatsch. Am Ende können Vrankenvorde für sich nicht viel mehr verbuchen, als am Anfang schon feststand: „Schönes Cover.“

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