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Vypera – Eat Your Heart Out

VÖ: 16. Juni 2022   •   Label:  Frontiers
Gegründet als Coverband unter dem Banner MADHOUSE, wollten Gründer Andreas Wallström und seine Mannen schnell mehr als nur eine Coverband sein. Man wollte den Vorbildern Rainbow, Icon, King Kobra, London, Triumph und W.A.S.P. nacheifern. Mir persönlich fehlt hier eine Referenz, aber vielleicht erschien sie dem Autor des Bandinfos auch einfach zu offensichtlich: EUROPE. Wer mit dem Frühwerk der Schweden liebäugelt, der wird auch an VYPERAs Debüt Gefallen finden, zumal der Vierer mit dem deutlich kompakteren Sound auftrumpfen kann. „Danger“ ist für mich zweifellos der beste EUROPE Song seit 30 Jahren, der nicht auf einem EUROPE Album erschienen ist. Selbst stimmlich reicht Andreas Vallström hier fast an den großen Joey Tempest heran. Schnelle Stücke wie „Rock N Roll“ oder „Fool for the Night“ könnten auch durch die frühen PRETTY MAIDS beeinflusst sein. Das letzte Drittel des Albums finde ich dabei am stärksten.
Nicht jeder Song auf „Eat Your Heart Out“ ist ein Volltreffer, aber einen echten Stinker gibt es auch nicht, so dass man die 11 Songs problemlos und mit Freude immer wieder durchhören können, zumal man im Hause Frontiers darauf verzichtet hat, der Truppe den Haussound überzustülpen. So klingen VYPERA frisch, jung und nach den guten alten Zeiten. Passend dazu wurde das Bandlogo im besten 90ies Layout designed.
Mit ist unverständlich, weshalb viele etablierte Bands in den großen Magazinen trotz halbgarer Alben mit Höchstnoten übers Ziel getragen werden, während vielversprechende Newcomer stiefmütterlich behandelt werden. VYPERA liefern mit „Eat Your Heart Out“ ein wirklich vorzeigbares, starkes Melodic Hard N Heavy Album ab, welches Fans der frühen EUROPE, PRETTY MAIDS aber auch der Amis von HURRICANE auf jeden Fall gefallen dürfte. Starker Einstieg! Mehr davon!
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