Stilistisch unterscheidet sich das naturgemäß nur wenig vom ersten Teil, es wird also auch diesmal Black Metal im Science-Fiction-Gewand geboten. Die fünf Stücke haben allesamt Überlänge und bieten den Ex-EIS-Musikern viel Raum für Klangexperimente.
Los geht es mit „Naughtylus“ (Warum muss ich dabei an einen ungezogenen Meeresbewohner denken?) und sanften, atmosphärischen Klängen. Doch dann werden die Knüppel ausgepackt und die Bassdrum malträtiert. Passend dazu gibt es Cypher’s Kreischgesang, der im Laufe des Stücks auch durch heroischen Klargesang ersetzt wird. Und dann ist wieder Pause, und man spürt die Weiten des Weltalls.
Im zweiten Stück „Deus Ex Machina“ wird dann im Mittelteil sogar tatsächlich die klischeebeladene Akte-X-Titelmelodie als Keyboardsolo zitiert.
Zu den besten Zeitpunkten klingt das Ganze nach THE KOVENANT mit viel Black-Metal-Schlagseite, zu den schlechtesten etwas arg zusammengestückelt, manchmal sogar künstlich mit noch einer Idee zuviel in die Länge gezogen. Beim letzten Stück „Neutronenstern“ geht es dann etwas straighter und nicht ganz so vertrackt nach vorn. Es wird dann nach englischem Start im „Refrain“ auch Deutsch gesungen. Und das gefällt mir gar nicht so schlecht. Warum nicht mehr davon?
Man merkt, dass bei Teil zwei mehr Zeit in Songwriting und Produktion gesteckt wurde, aber vielleicht hätte man die besten Ideen der beiden Platten auch auf einem Album zusammenfassen können. Das wäre dann wahrscheinlich eine absolute Kaufempfehlung geworden.
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