Das Zweitwerk der Kalifornier wurde von keinem Geringeren als Gary Holt (Exodus) produziert, was insofern sehr gut passt, als dass Warbringer tatsächlich eine oberamtliche Abrissbirne in Metal gegossen haben.
Die Riffs sind rasierklingen scharf, wiegen aber mindestens so viel wie ein Vorschlaghammer der großen Größe. Der neue Schlagwerker Nic Ritter verdrischt seine Kessel wie die lustigen Weiber von Windsor und John Kevill schreit, als hätte er gerade eine Ladung Pfefferspray in die intimste Öffnung seines Körpers bekommen. Ob man sich für Songs wie "Shadows from the tomb" noch einen zweiten Vokalisten organisiert hat, oder ob John mit seiner Stimme spielt, weiß ich nicht, aber hier erinnert man fast an Sänger wie Evil Chuck - großartig.
Warbringer liefern ein Thrash Metal Album der allerersten Güte ab. Hier stimmt alles: die Songs sind eine gute Mischung aus Geschwindigkeitsübertretung in der 30 Zone und gebremstem Formel 1 Wagen und es wird ständig auf gutes Songwriting geachtet. Brutal und derzeit ohne echte Konkurrenz im Newcomerlager. Und hierbei spreche ich nicht von irgendwelchen Metalcorekapellen - die würden Angesichts dieses Albums ohnehin ihre Studiozeit an die Blaskapelle der Ortsfeuerwehr abtreten und erstmal beim Diakon der Gemeinde Gitarrenunterricht nehmen!
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