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Warrel Dane - Shadow Work

VÖ: 25. Oktober 2018   •   Label:  Century Media
Das begann in den frühen SANCTUARY-Jahren, erreichte seinen Höhepunkt in den NEVERMORE-Alben „In Memory…“, in dem er den Tod seiner damaligen Freundin verarbeitete, und dessen Nachfolger „Dreaming Neon Black“ und manifestierte sich genau so in seinem Solo-Album „Praises to the War Machine“, dass er nach der erfolgreichen Überwindung seiner Drogensucht veröffentlichte.

Auch SANCTUARY wurde nach dem NEVERMORE-Aus wieder reaktiviert. Es schien also wieder aufwärts zu gehen. Doch wer ihn auf einem der Konzerte oder Festivals persönlich traf, merkte, dass noch nicht alles wieder in Ordnung war.

Letztes Jahr ist WARREL DANE dann im Alter von 56 Jahren in Folge eines Herzinfarkts gestorben, als er gerade in Brasilien mitten in den Aufnahmen zu seinem zweiten Solo-Album steckte. Danach stellte sich natürlich nach dem ersten Schock die Frage, was man mit den unfertigen Stücken anfangen sollte, und schließlich entschieden seine Mitmusiker, dass Werk in seinem Sinne zu vollenden.

Leider merkt man das dem Album „Shadow Works“ auch an. Vor allem die Gesangsspuren waren wohl noch im Rough Mix, und wurden technisch aufbereitet, Lücken durch Dopplungen überdeckt und Songs umgeschrieben, um Warrels Gesangsanteil zu verringern. Zusätzlich wurde die Spielzeit noch mit einem THE CURE-Cover gestreckt. Instrumentell sind die Stücke natürlich über jeden Zweifel erhaben, aber ich bin mir nicht sicher, ob Warrel mit dem Ergebnis zufrieden gewesen wäre.

Diese Scheibe hätte viel mehr Potential gehabt, wenn das Mastermind sie noch selbst hätte beenden können. Doch gerade mit diesem Hintergrund verursacht seine gebrochene und vom Leben gezeichnete Stimme ein ums andere Mal Gänsehautmomente.
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