Bedeutungsschwere Texte, harte Arrangements und immer eine Prise Endzeitstimmung bilden die Grundlage für diese Scheibe. Exemplarisch für diese konsquente Umsetzung sind „Time for smiling“ oder „Only the young die good“. Es wird allerdings, wie bei dem auffallend seichten, fast schon entspannten Instrumental Stück „Identity First Pass“, auch in andere Elektro-Richtungen experimentiert, aber nie ohne den grundlegenden EBM Auftrag zu gefährdet. Dank des vorbildlich mit allen Texten versehenden Booklets kann man sich außerdem davon überzeugen, dass das böse f Wort tatsächlich so bemerkenswert oft vorkommt und auch schlichtes Design gefallen kann. Noch was zur Gesangsleistung: Gern verzehrt und anscheinend für jeden Track anders bearbeitet, manchmal an andere Szenegrößen erinnernd. „Sudden Death“ z.B. könnte auch vom LAIBACH Frontmann eingesungen worden sein, auch Peter Spilles wähnt man zwischendurch als Gaststimme. Insgesamt aber immer noch eine erfrischend abwechslungsreiche und teilweise recht anspruchsvolle Produktion.
Gewollt schwere Kost für all die Future Pop und Fun-Elektro Anhänger, aber Fans der alten Front 242 und Projekt Pitchfork sind hiermit bestens bedient. Passend dazu das ausgegebene Motto: „There is no f*cking time for smiling“ !