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While She Sleeps - Brainwashed

VÖ: 19. März 2015   •   Label:  Search and Destroy/ Sony

Doch für die Jungs von WHILE SHE SLEEPS ist Metal auch eine Lebenseinstellung und das bedeutet, dass man sich in der Not eben nicht im Stich lässt und die Probleme gemeinsam meistert. Und so machte man kurzerhand aus der Not eine Tugend und nutzte die gesanglichen Zwangspausen dazu, am Songwriting zu feilen. Die Unterstützung der Fans, die auch weiterhin Bandshirts kauften, tat ihr Übriges.

Und so ist es nicht verwunderlich, dass das zweite Album der Briten das Debüt noch in den Schatten stellen kann. Grimmiger Zorn und geballte Wut treffen auf genau das richtige Maß an Melodiosität, eine Mischung, die mehr als explosiv ist. Auch wenn die Band die Genreeinordnung großzügig mit "Decide for yourself" überlässt, sind Vergleiche mit dem Hardcore bzw. Metalcore nicht von der Hand zu weisen, auch wenn die Klargesangspartien fast vollkommen fehlen. Doch erstklassige, dynamische Riffs treffen auf gekonnte Breakdowns und verleihen den Songs eine ungeahnte Kraft, Dynamik und Energie sowie zugleich eine erfrischende Aggressivität ('New World Torture').

Für eine besondere Intensität sorgen zudem die choralen Gesangspartien ('Modern Minds'). Vergleiche mit BRING ME THE HORIZON sind nicht von der Hand zu weisen, dienen aber nur der musikalischen Orientierung. Denn WHILE SHE SLEEPS ziehen hier ihren genuin eigen Schuh durch. Unverwechselbares Kennzeichen ist daneben eine düsterne Infernalität, die immer wieder durch hymnische, eingängige Melodiosität etwas abgemildert wird, den Songs dadurch aber auch eine ungeheure Varianz und Vielfältigkeit verleiht ('Your Evolution'). Weltklasse.

Und das Beste ist, dass das Niveau der Songs über das gesamte Album auf Championsleague-Niveau bleibt ('Four Walls'). Ausfälle sucht man vergebens. Auch die instrumentalen Interludia versprühen ihren ganz eigenen alternative-rockigen Charme ('The Woods').

Kurz: Die Briten legen mit "Brainwash" ein wahres Meisterwerk vor, das in puncto Mischung von kraftvoller Härte und melodischer Melancholie ganz neue Maßstäbe setzt. Besser kann man den Frühling nicht einmetaln. Eindeutig einer der besten Maiböcke unter den Hardcore-/ Metalcorealben.

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