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Witherscape - The inheritance

VÖ: 25. Juli 2013   •   Label:  Century Media

Schon einmal etwas von WITHERSCAPE gehört. Wahrscheinlich nicht. Aber hinter diesem neuen Namen in der Metalwelt verbergen sich zwei Schwergewichter: zum einen Dan Swanö, seines Zeichens Erfolgsproduzent, der unter anderem mit OPETH, DISSECTION, KATATONIA und ASPHYX gearbeitet hat, zum anderen Ragnar Widerberg, wie sein Kompagnion ein vielseitig bewanderter Musiker, der sich für Gitarren und Bass verantwortlich zeigte, während Swanö die Vocals, die Keybords und die Drums übernommen hat.

Als Vorbilder und Einflüsse werden von den beiden JUDAS  PRIEST, RUSH, MERCYFULL FATE sowie VOIVOD, QUEENSRYCHE und MARILLION angeführt. Inhaltlich geht es um einen reichen Schweden aus Stockholm im 19. Jahrhundert, der nach dem Tode seiner Familie ein großes Anwesen im Norden geerbt hat, wo bei seinem Besuch dann allerlei Ungewöhnliches passiert.

Soviel zum Hintergrund. Was für ein Sound wartet aber auf den geneigten Hörer? Das ist schwer zu beschreiben: eine äußerst interessante Mischung aus melodischem, keyboardlastigen 80er Jahre Hardrock inklusive der genretypischen cleanen Vocals mit sehr düsteren schwermetallischen Elementen wie hammerharten Riffs und tiefstes Growling. Die eingängigen Melodien sorgen für ein hohes Maß an Eingängigkeit, die durch die dissonanten Elemente vor der Beliebigkeit bewahrt werden. Äußerst gelungen in diesem Zusammenhang sind die ersten drei Songs, besonders 'Dead for a day'. Daneben lassen aber auch immer wieder LED ZEPPELIN-artige Passagen grüßen, wie bei 'Dying for the sun', auch Keyboardpartien lassen gefühlt die 70er Jahre aufleben oder eben Bands wie MARILLION als Vorbild. Das kann man mögen oder auch nicht.

Nahezu old school oder klassisch metallisch wird es mit 'The math of the myth', sogar mit überzeugenden Gitarrensoli, aber halt immer wieder gebrochen durch genre-untypische Elemente. Gleiches gilt auch für die restlichen Songs, wobei der Rausschmeißer in Instrumentalstück ist.

Insgesamt bieten uns WITHERSCAPE mit „The inheritance“ ein ungewöhnliches, kreatives und experimentelles Album, das hauptsächlich im klassischen Metal anzusiedeln ist, durch seine Death Metal-Anteile und Ausflüge in die 80er und 70er Jahre aber doch das Maß des Dagewesenen, Bodenständigen und Gewöhnlichen sprengt. Mir ist es allerdings zu sehr Classic und zu wenig Death Metal.

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