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Wolfsheim - Casting Shadows

VÖ: 11. März 2004   •   Label:  Strange Ways
von Marc Stoffregen
11. März 2004

Meine Begeisterung für die Musik dieses Duos verweilte damals auch eine ganze Weile, was sich in intensivem Hören oben genannten Albums äußerte. Erst nach einer längeren Zeitperiode ließ meine Leidenschaft für diese Gruppe nach. Langweilige und ideenlose Nachfolger zu Dreaming Apes machten mir dies allerdings auch nicht allzu schwer. Erst jetzt mit Casting Shadows kehrt wieder ein leichtes Verzücken bei mir zurück. Herrn Heppner ist es endlich mal wieder gelungen, ein bisschen Leidenschaft und Ausdrucksstärke in seine Songs zu legen, so dass diese auch endlich einmal wieder persönlicher wirken. Hatte man auf den Alben zwischen Dreaming Apes und Casting Shadows eher enttäuscht oder das Interesse an der Gruppe schwinden lassen, so gelingt es erstmals wieder die Flamme auflodern zu lassen und zu berühren. Aber machen wir uns nichts vor. Die großen Zeiten von Wolfsheim sind vorbei. Dennoch bin ich über dieses Album überrascht. Mit Underneath The Veil haben sie meines Erachtens ihren besten Song seit damals am Start. So traurig er erklingt, umso mehr verleitet er paradoxerweise zum Abtanzen. Ansonsten kann ich neben der ersten gelungenen Singleauskopplung Kein Zurück besonders den zweiten deutschen Titel Wundervoll zum Anspiel empfehlen. Der Rest des Materials bewegt sich qualitativ in trockenen Tüchern, haut aber auch nicht gänzlich vom Hocker. Letztendlich bleibt ein solides Album der Deutschen, mit dem alle alten Fans wie auch alle, die atmosphärische Pop-Musik ( in diesem Falle mag ich nicht mehr uneingeschränkt von Synthie Pop oder Dark Wave sprechen) mögen, glücklich sein werden und bei dem sie nichts falsch machen können.

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