Zum Hauptinhalt springen

Ömheten - Själv

VÖ: 31. Juli 2014   •   Label:  Unexploded Records

Als Freund des Faches Kunst bin ich da skeptisch, ob diese Diagnose zutrifft. Eher schon die Verbindung mit der Jugendorganisation einer Volkspartei mit drei großen Buchstaben, die das Land in den späten 80er und 90er Jahren mit ihren Aufklebern "Black is beautiful" verunstaltete."

Heutzutage is es mit Black Metal allein nicht getan. Da muss man sich schon etwas Besonderes einfallen lassen, um aus der Masse herauszustechen. Alleinstellungsmerkmal oder, wie Dieter Bohlen sagen würde, ein hoher Wiedererkennungswert ist angesagt. Und so haben sich die in der Szene nicht unbekannten Fredrik Norrman (ex-KATATONIA, OCTOBER TIDE), Erik Arnberg (THE SIGOURNEY WEAVERS) und Liz Almqvist zusammengetan, um depressiven, selbstmörderischen Black Metal zu spielen (Depressive Suicidal Black Metal), und zwar unter dem Bandnamen ÖMHETEN. Der Begriff Hete ist ja in der homoerotischen Szene weit verbreitet, was Öm bedeutet weiß ich nicht. Macht ja auch nichts.

Jedenfalls haben die drei Schweden ein wirklich wunderbares Album erschaffen, das zwar überaus düster und mitunter scary daherkommt, aufgrund des gesteigerten Tempos aber mitnichten eine wirklich niederschmetternde, verzweifelte oder depressive Stimmung verbreitet. Die sechs Tracks kommen eher als Düsterhymnen daher, die auf mich durchaus eine aufmunternde, aufstachelnde und aufputschende Wirkung entfalten und durch ihre interne Melodiosität ein hohes Maß an Hymnik in sich tragen, auch wenn der mitunter bewusst gewählte kakophone Gesang etwas anderes suggerieren soll. Aber nicht mit dem Comander!

Natürlich bergen die Texte starken Tobak, wie die Frage nach der Sehnsucht nach Apathie oder die Suche nach der ewigen Befreiung von einem selbst. Doch der Sound ist einfach schwarzmetallisch mitreißend, man höre sich nur den Herausschmeißer 'Evig semester fran mig själv' an. Einfach genial! So drücken ÖMHETEN dem Genre ihren genuin eigenen Stempel auf und katalputieren den Black Metal damit ungeahnte Sphären. So frisch, dynamisch und unkonventionell hat man den schwarzen Metal lange nicht mehr gehört. Unbelievable!

Wir benutzen Cookies
Für einige Funktionen benützt diese Website Drittanbieter Cookies (YouTube/Google) - Lesen Sie mehr darüber in unseren  
Hinweis

Eine Ablehnung wird die Funktionen der Website beeinträchtigen. Möchten Sie wirklich ablehnen?
Wir benutzen Cookies
Für einige Funktionen benützt diese Website Drittanbieter Cookies (YouTube/Google) - Lesen Sie mehr darüber in unseren  
Hinweis

Eine Ablehnung wird die Funktionen der Website beeinträchtigen. Möchten Sie wirklich ablehnen?