Der mittlerweile 83 jährige John McLaughlin ist unbestritten eine namhafte Größe unter den Musikern zeitgemäßer Musik, der seit bestimmt Anfang der 1960er auftritt. Das Rolling Stone Magazin zählt ihn zu den 100 bedeutensten Gitarristen. Der verstorbene Gitarrist Jeff Beck habe John McLaughlin als größten lebenden Gitarristen bezeichnet. Das Montreux Jazz Festival beehrte er viele Male. Diesen von 2022 bewertet er als seinen besten Auftritt am Genfer See
Für mich ist es die erste bewusste musikalische Auseinandersetzung mit John McLaughlin. Aus Bild und Text war er mir geläufig, vor allen Dingen weil er von der gleichen amerikanischen Gitarrenmarke Instrumente hat wie ich. 2023 beehrte ihn der Hersteller mit einem auf 200 Stk. limierten Signaturemodell, das pro Stück für ca. 18.000 EUR in Deutschland einen Besitzer hätte finden können, in GBR ist noch eine verfügbar für 12.495,83 £. Mit der auf dem Cover abgebildeten Gitarre hat sie die Korpusform, Inlays, den Dreiwegeschalter und das Vibratosystem (den Steg) gemeinsam, aber andere Tonabnehmer und eine andere Elektrik. Die Farbe des Signaturemodells ist aschefarben.
Aber wie gesagt, John McLaughlin war zu einigen Firmenevents geladen und war damit für Markenfreunde medial präsent.
Aber wie gesagt, John McLaughlin war zu einigen Firmenevents geladen und war damit für Markenfreunde medial präsent.
Ich bin durchaus neugierig und offen, was Musikstile betrifft. Dennoch ist bei gitarrenbasierter Musik die Lunte manchmal schnell am Ende. Vor allen Dingen, wenn es in den Bereich den Instrumentalen geht. Wenn bei mir das Gefühl eintritt, der Gitarrist braucht nur ein ein Fundament zum Solieren, springt kein Funke über. Und die Musik wird zu einem Gut mit abnehmendem Grenznutzen. Mit jedem weiteren Konsum sinkt das Gefallen. Das gilt im Gitarrenbereich für mich z. B. bei Joe Satriani und Steve Vai. Joe Satriani kann ich im Bandgefüge (Chickenfoot) sehr gut hören, instrumental wird's schnell boring. Und da ist es egal, ob die Vertreter spieltechnische Meister sind. Und selbst, wenn Jeff Beck John McLaughlin als größten lebenden Gitarristen bezeichnete, mit 1,83 m kann er das nicht sein.
Und so ergeht es mir bei diesem Album auch. Spieltechnisch sind alle Musiker auf einem sehr hohen Niveau, die Rhythmik des Schlagzeugs, die Tempiwechsel, die Läufe auf Bass und Tasten: Klasse. Aber die Sologitarre, so gefühlvoll das auch gespielt ist, es ist zu sehr im Vordergrund. Es ist auch nicht B. B. King, bei dem eine einzige Note soviel Farbe hat, wie 1.000 Töne eines anderen Gitarristen.
Lediglich The Creater Has A Master Plan, bei der McLaughlin durch den Gesang seiner kubanischen Pianistin Jany(sett) McPherson in den Hintergrund tritt, löst das Gefühl auf. Bei New Blues Old Bruise singt sie teilweise ohne Lyrics unisono zur Gitarrenlinie, auch beim Schlusslied El Hombre Que Sabia phrasiert sie zur selbigen. Das ist ja sehr jazzig und man kennt kennt aus dem 1x1 des Progressiv Metals auch (vgl. Ruddess & Petrucci bei Dream Theater mit Tasten & Gitarre). Da tritt dann aber die Gitarre trotzdem nicht in den Hintergrund.
Unter den Gitarristen lobe ich mir da bis heute Michael Hedges (R. I. P.) oder Dominic Miller, die mit der Gitarre durch Akkordspiel, Arpeggios und anderen Spieltechniken die Basis von Liedern legten, aber nicht durch Solieren in den Vordergrund strebten. Hier bleibt der Eindruck: Die ewige Suche nach dem längsten Solo. Wenn die Gitarre mal keinen Einsatz hat, z. B. Abschnitte bei Kiki, ist das echt beschwingender Jazz.
Bei aller Reputation und allem Können John McLaughlins trifft dieses Album nicht meine Seele.
Es wird veröffentlicht in folgenden Formaten: 180g Doppel-Vinyl, Blu-Ray und CD Digipak und rein digital.
Und so ergeht es mir bei diesem Album auch. Spieltechnisch sind alle Musiker auf einem sehr hohen Niveau, die Rhythmik des Schlagzeugs, die Tempiwechsel, die Läufe auf Bass und Tasten: Klasse. Aber die Sologitarre, so gefühlvoll das auch gespielt ist, es ist zu sehr im Vordergrund. Es ist auch nicht B. B. King, bei dem eine einzige Note soviel Farbe hat, wie 1.000 Töne eines anderen Gitarristen.
Lediglich The Creater Has A Master Plan, bei der McLaughlin durch den Gesang seiner kubanischen Pianistin Jany(sett) McPherson in den Hintergrund tritt, löst das Gefühl auf. Bei New Blues Old Bruise singt sie teilweise ohne Lyrics unisono zur Gitarrenlinie, auch beim Schlusslied El Hombre Que Sabia phrasiert sie zur selbigen. Das ist ja sehr jazzig und man kennt kennt aus dem 1x1 des Progressiv Metals auch (vgl. Ruddess & Petrucci bei Dream Theater mit Tasten & Gitarre). Da tritt dann aber die Gitarre trotzdem nicht in den Hintergrund.
Unter den Gitarristen lobe ich mir da bis heute Michael Hedges (R. I. P.) oder Dominic Miller, die mit der Gitarre durch Akkordspiel, Arpeggios und anderen Spieltechniken die Basis von Liedern legten, aber nicht durch Solieren in den Vordergrund strebten. Hier bleibt der Eindruck: Die ewige Suche nach dem längsten Solo. Wenn die Gitarre mal keinen Einsatz hat, z. B. Abschnitte bei Kiki, ist das echt beschwingender Jazz.
Bei aller Reputation und allem Können John McLaughlins trifft dieses Album nicht meine Seele.
Es wird veröffentlicht in folgenden Formaten: 180g Doppel-Vinyl, Blu-Ray und CD Digipak und rein digital.