Anfang 2025 hatten wir aus England Polly Paulusma mit ihrem Album Wildfires zur Bewertung in den eigenen virtuellen Hallen. Sie spielt beim Album Kathryn Williams' als Co-Autorin einiger Lieder, Gastmusikerin und -sängerin eine wichtige Rolle. Daneben sollte auf alle Fälle noch Paul Weller als Gastmusiker genannt werden. Kathryn Williams stammt aus Liverpool. Wenn man die eigene Seele der Musik verschrieben hat, kann das eine kleine Bürde sein, weil alle Liverpool mit den Beatles sofort in Verbindung bringen. Lassen wir Liverpool Liverpool sein und begeben uns in den Mystery Park, um den Klängen zu lauschen.
Paul Weller ist Co-Autor bei Gossamer Wings, singt und spielt die Hammond Orgel, Polly Paulusma wirkte beim Schreiben von Goodbye To Summer und Tender mit, spielte bei diesen Liedern Gitarre und singt gemeinsam mit Kathryn Williams. An dieser Stelle seien dann noch Neill MacColl und Leo Abrahams erwähnt, die Sea Of Shadows co-komponierten und Beth Nielsen Chapman, die Move Me mit entstehen ließ. Leo Abrahams ist zudem Produzent, Toningenieur des Albums und verantwortet die Abmischung.
Kathryn Williams kehrt mit ihrem 15. Studioalbum Mytery Park zu den introspektiven, minimalistischen Klängen ihrer frühen Werke zurück, kann man dem Pressetext entnehmen. Das Album, das in enger Zusammenarbeit zuvor benannten Musikern entstand, spiegelt eine tief persönliche Reise wider, die von Mutterschaft, Erinnerung und der Vergänglichkeit der Zeit geprägt ist. Williams' zarte, fast zerbrechliche Stimme und ihre poetischen Texte verleihen den Songs eine intime Atmosphäre, die den Zuhörer einlädt, sich in langsamen, nachdenklichen Rhythmen zu verlieren. Besonders hervorzuheben sind die Lieder Thoughts Of My Own und Goodbye To Summer, die mit melancholischer Klarheit die kleinen, stillen Momente des Lebens einfangen. Die Zusammenarbeit mit Paul Weller auf Gossamer Wings erschafft ein wunderbar klingendes Lied. In This Mystery verarbeitet Kathryn Williams die Demenz ihres Vaters mit einer eindringlichen Metapher, die das Thema Erinnerung auf kraftvolle Weise behandelt. Das gesamte Album bietet eine sanfte Weigerung gegen die schnelle, oberflächliche Musikwelt und lädt zu einer Zeitreise ein, die sowohl nachdenklich als auch tröstlich ist.
Die stärkste Kraft entfaltet Mystery Park für mich in den 'kleinen' Liedern, ohne großes Instrumentarium und 'Bimbam'. Chronologisch sind dies Thoughts Of My Own, Goodbye To Summer, Gossamer Wings, Tender, This Mystery, Sea Of Shadows, Move Me, Knew You Forever und der Schlusstrack Servant Of The Flame. Mit den Liedern auf den Ohren fühle ich mich tatsächlich wie ein Spaziergänger in einem weitläufigen Park. Die Lieder Paradise und Sunsets wirken für mich darin wie Fremdkörper. Bei Paradise ist die erste Hälfte für das Motiv passend. Allerdings hätte man es nach gut 2 min ausfaden lassen können: Das "Aufbäumen" im zweiten Teil mit der fuzzy E-Gitarre wirkt wie eine trotzige Absicherung des eigenen kleinen Paradises gegen Dritte und steht diametral zur Introspektive und Intimität des Verweilens im Mystery Park. Sunsets - mit seinem hawaiianischen Swing an einigen Stellen - reißt einen aus der Affirmation der britischen Landschaft heraus und transportiert unter Palmen an einen Strand. Es passt stilisch nicht zu den anderen Liedern, obwohl ihm eine Leichtigkeit und Beschwingtheit innewohnt.
Die stärkste Kraft entfaltet Mystery Park für mich in den 'kleinen' Liedern, ohne großes Instrumentarium und 'Bimbam'. Chronologisch sind dies Thoughts Of My Own, Goodbye To Summer, Gossamer Wings, Tender, This Mystery, Sea Of Shadows, Move Me, Knew You Forever und der Schlusstrack Servant Of The Flame. Mit den Liedern auf den Ohren fühle ich mich tatsächlich wie ein Spaziergänger in einem weitläufigen Park. Die Lieder Paradise und Sunsets wirken für mich darin wie Fremdkörper. Bei Paradise ist die erste Hälfte für das Motiv passend. Allerdings hätte man es nach gut 2 min ausfaden lassen können: Das "Aufbäumen" im zweiten Teil mit der fuzzy E-Gitarre wirkt wie eine trotzige Absicherung des eigenen kleinen Paradises gegen Dritte und steht diametral zur Introspektive und Intimität des Verweilens im Mystery Park. Sunsets - mit seinem hawaiianischen Swing an einigen Stellen - reißt einen aus der Affirmation der britischen Landschaft heraus und transportiert unter Palmen an einen Strand. Es passt stilisch nicht zu den anderen Liedern, obwohl ihm eine Leichtigkeit und Beschwingtheit innewohnt.
Mystery Park ist ein Album für die, die das langsame Entfalten von Emotionen schätzen. Bis auf die beiden benannten Ausnahmen hat es Anmut und berührt mit seiner Intimität.