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A DAY TO REMEMBER - BAD VIBRATIONS

VÖ: 01. September 2016   •   Label:  ADTR Records
11. September 2016

Gut, rauf und runter hören ist vielleicht etwas übertrieben, aber zwei Durchläufe war mir "Bad Vibrations" wert und ich muss gestehen, dass mich das Album beim rumliegen im Strandkorb insgesamt ganz gut unterhalten hat. Aber ist es das, was man von einer Platte erwartet? Reicht es, jemanden im Sommerurlaub beim rumliegen am Strand ganz okay zu unterhalten? Oder hat man nicht vielmehr die Erwartung oder zumindest die Hoffnung, dass einen die Songs aus den Socken hauen?  

Ich bin nicht der größte A DAY TO REMEMBER-Fan, aber ich mag die Band. Das heißt die letzten Alben laufen bei mir zwar hin und wieder, sie zählen jedoch nicht zu meinen All-Time-Favorites. Das bedeutet jedoch auch, dass meine Erwartungen an „Bad Vibrations“ nicht derart groß waren wie vielleicht von einem wahren Fan der ersten Stunde.

„Bad Vibrations“ wurde als härtestes Album der Jungs aus Florida angekündigt. Betrachtet man nun Lieder wie ‚Naivety‘, ‚Justified‘, ‚We Got This‘, ‚Same About You‘ und ‚Forgive And Forget‘ muss man sich bei diesem Statement allerdings fragen, wie soft die Vorgängeralben waren, wenn dieses Album als härtestes bezeichnet wird. All diese Songs sind in meinen Augen eher Pop als Rock. ‚Justified‘ zum Beispiel ist ein Lied, das trotz ganz netter Shouts, insgesamt eher langweilig auf mich wirkt. ‚Naivety‘ ist kein schlechter Song, hart ist jedoch anders. Für mich passt dieser Song zu einer Band, die in einem amerikanischen Highschoolfilm beim großen Happy End auf dem Abschlussball spielt.  

Aber die langsamen Stücke sind nicht alles was „Bad Vibrations“ zu bieten hat, womit wir auch beim positiven Teil der Platte angekommen wären. „Bad Vibrations“ beginnt mit dem gleichnamigen Opener sehr stark und auch das darauffolgende ‚Paranoia‘ macht Lust auf mehr. Auch ‚Exposed‘, ‚Bullfight‘ und ‚Reassemble‘ überzeugen in bewährter ADtR-Manier auf ganzer Linie.

Man findet auf „Bad Vibrations“ im Grunde nichts Neues, aber das muss ja auch nicht immer sein. Insgesamt ist es ein Album auf dem sich A DAY TO REMEMBER so präsentieren, wie wir sie kennen. Mal etwas poppiger, mal etwas härter, aber insgesamt stehen Melodien im Vordergrund, die insbesondere bei ‚Bad Vibrations‘, ‚Reassemble‘ und ‚Turn Off The Radio‘ in meinen Augen keine Kritik zulassen. Wer mit „Bad Vibrations“ eine Neuerfindung der Band erwartet, wird wohl enttäuscht. Wer jedoch leichte Unterhaltung und gute Melodien sucht, der wird auf dem jüngsten Album bei dem einen oder anderen Song ganz sicher fündig.

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