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SAHG - Memento Mori

VÖ: 22. September 2016   •   Label:  Indie Recordings

Umso gespannter war ich auf das neue Lebenszeichen nach drei Jahren Grabesstille um den norwegischen Vierer. Die vorab veröffentlichte Single „Sanctimony“, ein schwerer Doomstampfer in bester BLACK SABBATH-Manier (sowohl musikalisch, als auch lyrisch) machte Lust auf mehr und selbst die Stimme von Olav Iversen lässt eine gewisse OZZY-Nähe nicht verleugnen. Eigenständigkeit gewinnt das Stück durch den gelungenen Einsatz von cleanen Gitarren, die das Leitmotiv aufgreifen.

Nun also habe ich den neuen Longplayer mit dem etwas klischeeträchtigen Namen „Memento Mori“ in den Händen, dessen Titel unter dem Eindruck des Todes mehrerer Musiklegenden gewählt wurde. Nach dem Druck auf den Play-Button beginnt die Scheibe vielversprechend mit „Black Unicorn“ mit einem doomigen Beginn, der dann allerdings in der Bridge und dem Refrain von einem am ehesten dem Alternative-Genre zuzurechnenden Stil abgelöst wird.

Dieser Stilwechsel kommt auch in anderen Stücken, wie „Devilspeed“ und „Silence the Machines“, vor. So ganz warm werde ich mit diesem Tanz zwischen den Stühlen allerdings nicht. Etwas aus der Rolle fällt „Take it to the Grave“ mit seinem choralen Intro, das mir gewaltig bekannt vorkommt (THERION minus Kitschfaktor? Irgendsowas…). Auf jeden Fall ist das wieder die anfangs schon erwähnte Abwechslung, die die Scheibe durchaus interessant macht. Abgeschlossen wird die Platte durch ein (fast) lupenreines Heavy Metal-Stück namens "Blood of Oceans".

Insgesamt ist das Album recht eingängig geworden und kann sich, zumindest im Heimatland, sicherlich wieder in den Mainstreamcharts wiederfinden. Mir fehlt ab und zu etwas die schon sprichwörtliche rote Linie und die metallischere Schlagseite, vor allem beim Gesang. Die Single „Sanctimony“ gefällt mir da auch nach dem Genuss des vollen Albums immer noch am besten.

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