Im letzten Jahr hatten die 2011 gegründeten Griechen gerade mit ihrem ersten Longplayer „Into the Abyss“ bei mir für Aufsehen gesorgt, da schiebt Transcending Obscurity bereits die nächste Veröffentlichung hinterher. Bei „Once Entombed…“ handelt es sich um eine Zusammenstellung der seit 2012 erschienenen EPs und Splitts mit eigenen Songs sowie mit Coversongs (u.a. DEATH, THE EXPLOITED, SODOM oder ASPHYX). Erstaunlich, dass die Jungs keinen OBITUARY Song im Gepäck haben, denn wer Kostas Analytis stimmliches Vorbild ist, wird schnell klar: John Tardy. Man höre sich nur mal einen Song wie „Remnants Of War“ an, dann wird das Herz eines jeden OBITUARY Fans automatisch höher schlagen. Doch die Tatsache, dass sich auch ein THE EXPLOITED Song im Repertoire der Griechen befindet ist kein Zufall, denn die Songs der Band lassen durchaus auch punkige Wurzeln durchschimmern.
Da „Once Entombed…“ im ursprünglichen Zustand belassen wurde, fällt der Sound im Vergleich zum Longplayer „Into The Abyss“ deutlich roher und punkiger aus, was der Musik der Band aber auch gut zu Gesicht steht. Einige Songs (z.B. “Left to Suffer” oder “Remnants Of War”) sind in leicht unterschiedlichen Versionen auf dieser VÖ enthalten und auch mit unterschiedlichem Sound zu hören.
Nun mag man ABYSSUS fehlende Kreativität vorwerfen. Doch wen stört es, dass die Griechen sehr nach OBITUARY klingen, das tun KAOTIK auch und dennoch sind die Alben durchweg hörenswert. Wer also auf der Suche nach hervorragend gemachtem Death Metal á la OBITUARY, ASPHYX, BOLTTHROWER & Co ist, der wird bei ABYSSUS mit Sicherheit fündig! Abwechslungsreich, druckvoll und absolut hörenswert!