Daher haben Peter Ahlqvist (Burning Heart Records) und Eric Höjden (Kid Down), um den hart umkämpften und darniederliegenden Musikmarkt mit frischer Ware zu versorgen, kurzer Hand mit "Panic and Action" ein eigenes Label gegründet und auch die Newcomer ADEPT unter Vertrag genommen.
Die fünf Jungs (Robert - Vocals, Jacob - Guitars, Andrew - Guitars, Jerry - Guitars, Gabriel - Drums ) aus dem 4000-Seelen-Nest Trosa liefern nach ihrer ersten EP "The Rose Will Decay" und nach zwei Jahren umfangreichen Tourens und Verfeinerung ihres Songwritings mit "Another Year of Desaster" ein handwerklich gut gemachtes Debutalbum ab, das aus der Hardcore und Metalcoreecke kommt, die allerdings immer wieder für sensible und ruhige Popanklänge verlassen wird.
Dabei bestechen die fünf Schweden mit eingängiger Melodik gepaart mit einem gewaltigen Maß an Agressivität. Musikalisch ist das gitarrengetriebene kraftvolle Album durchaus gelungen, gerade durch seine musikalische Vielfalt.
Die von der Plattenfirma über die Maßen gelobten Diversität der Vocals ["...in der einen Minute wird von Sänger Robert geschrien, in der nächsten gibt er dunkle, grunzende Laute von sich und in der folgenden wird von ihm wieder gesungen."] ist allerdings die Schwachstelle des Albums. Hätte man sich auf Grunzen und Singen beschränkt, hätte das Album nicht einiges an Format eingebüßt, das ätzende Metalcore-Geschreie fängt aber spätestens beim dritten Song an zu nerven und macht das Durchhören mitunter zur Tortur.
Wer allerdings auf Metalcore a la BULLET FOR MY VALENTINE oder EMIL BULLS steht, der könnte mit ADEPT vielleicht seine Neuentdeckung des noch jungen Jahres (Jahrzehnts?) machen.
Zum Hereinhören und Liebgewinnen: der Song zum Video "Shark! Shark! Shark!" sowie "Let's celebrate, gorgegeous!" und "Everything dies".
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