Wodurch, frag ich mich? Durch die Belanglosigkeit und Langeweile? Viel mehr hat das dritte Studioalbum nämlich trotz hochkarätiger Gastmusiker wie Gene Simmons, Steve Lukather, Eric Singer oder Tobias Sammet nicht zu bieten.
Was hier als kommende Pop-Hymne verkauft wird ("Dirty Girl") wurde schon 1000fach gemacht und Nelson können es einfach viel, viel besser. Über weite Teile der CD regiert der Geist des poppigen Kuschelrocks, nur selten wird bei Songs wie "I'm the Animal" die grenze zum harten Rock überschritten - aber auch bei diesem "Tier" scheint es sich eher um einen Hamster als um ein Raubtier zu handeln.
Ich habe nun über die letzten Wochen immer wieder neue Anläufe unternommen und die Scheibe immer mal wieder angehört. Letztlich kann man sicher bestätigen, dass der Gitarrist seine langjährige Erfahrung in das Songwriting hat einfließen lassen: allerdings sind dabei weniger wirklich gute Songs entstanden als viel mehr ein auf Radiotauglichkeit und Sicherheit setzendes Pop-Rock Album. "Life" wärmt bereits verbratene Melodien wieder auf und gepaart mit ein wenig Percussion und Gefidel wird hier die nächste Kuschelrockrunde eingeleitet. Kollege Lison prägte den Begriff "Lala-Mucke" für derartige Veröffentlichungen.
ICh bin bekanntlich bekennender Hard und AOR Rock Fan, aber diese Scheibe brauchte die Welt beim besten Willen nicht. Zündende Idee, ergreifende Melodien, kernige Riffs? Fehlanzeige. Mr. Kulick scheint seine Munition verschossen zu haben!
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