Schon gleich nach dem Intro und der ersten Single Auskupplung „ Apollo“ zeigt Apop Sänger und Bestimmer Stephan Groth was auch er für modern hält: Retro und nicht wie man vermuten könnte nur zurück zu den vielgerühmten 80ern sondern bis in die 70er. Elektro- Rock nennt man´s dann und „Green Queen“ ist ein ganz gutes Beispiel wie sich ein Mix aus Bombast Rock der 70er und verspielter Elektronik anhört, nämlich ziemlich interessant. Auch bei den meisten anderen Stücken sind die Apop - E-Pop Arrangements mit klassischen Gitarrenriffs und Schlagzeug versehen, man darf also gespannt sein ob damit jetzt ein endgültiger Imagewechsel einhergehen wird. Besonders hart und rotzig kommt „Pith Black“ daher, frischer Sound und frech in Metallmanier runtergespielt. Mit „ Shadow“ ist auch wieder eine Hymne dabei und das Elektroschmusestück „Butterfly Defekt“ hört sich original wie ein wunderbares, romantisch trauriges, letztes Stück auf einer 80er Heaven 17 Scheibe an. Ist wohl ein Zeichen für ewig Elektrogestrige wie mich, dass es auch noch ohne garstige Gitarren geht und klingt. Letztendlich auch egal, denn irgendwie sind trotzdem immer ein typischer A-Pop Sound und die harmonische Stimme von Stephan gegenwärtig.
Die vollelektronischen Zeiten ala „Bitch“ oder „Non Stopp Violence“ sind nun leider wohl endgültig vorbei, aber die Produktion scheint dafür geradezu perfekt für einen Elektroakt arrangiert worden zu sein, der sich nicht mehr nur live massiv durch Rock-Instrumente verstärken will. Passend dazu auch der Gast-Gesangspart : Amanda Palmer von den Dresden Dolls !