Doch statt darüber zu jammern, tut man das einzig Richtige: Man macht Musik halt einfach nur noch zum Spaß, ohne Direktion der Plattenfirmen und lästige Tourverpflichtungen. Dass man sich hinter professionellen Combos dabei keineswegs verstecken muss, beweist "Win Hands Down" eindrücklich.
Schon das Eröffnungstriple legt die Marschroute fest und knallt so frisch aus den Boxen, als hätte es die fünfjährige Pause seit "La Raza" nie gegeben. Die Melodien und Riffs zünden, ohne sich anzubiedern und im Entferntesten nach "Happy Metal" europäischer Prägung zu klingen. Das ist wirklich US-Metal in Reinkultur! John Bush hat nach wie vor eines der kraftvollsten und unverwechselbarsten Organe im Metal und drückt "Win Hands Down" gekonnt seinen Stempel auf. Neben den drei genannten Highlights setzen sich auch "With A Head Full Of Steam" (mit Scott Ian Ehefrau und Meat Loaf Tochter Pearl) sowie der tolle Abschluss "Up Yours" sofort in den Gehörgängen fest. Doch auch die anderen Tracks entpuppen sich bei mehrmaligem Hören keinesfalls als Füllware.
Das Herumreiten auf Klischees und billige Effekthascherei sucht man auf "Win Hands Down" vergebens. Hier gibt es 51 Minuten lang Heavy Metal für Erwachsene!
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