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Unleash The Sky - Youth

VÖ: 11. Juni 2015   •   Label:  Ivorytower / Cargo Records

Doch das Warten hat sich gelohnt. Denn der Sound kommt überaus beschwingt und dynamisch daher, er bewegt sich gekonnt im Bereich des Rock und Post-Hardcore, wobei es immer wieder zaghafte Ausflüge in den Metalbereich gibt. Für einige Kritiker sind selbige zu rar gesät, aber was soll das Gejammere, wenn die Musik überzeugen kann? Schließlich ist das durchaus auch ein Alleinstellungsmerkmal. Denn Einflüsse von Bands wie BRING ME THE HORIZON sind durchaus erkennbar, nur hat man sich eben nicht darauf versteift, wie zum Beispiel die nicht mehr existenten HEART IN HAND, einfach einen guten Klon des vermeintlichen Vorbildes zu erschaffen, sondern UNLEASH THE SKY gehen ihren eigenen Weg. Und das ist auch gut so.

So gelingt es ihnen nämlich, die durchaus vorhandenen choralen Partien, ohne die es im melodischen Hardcore (oder sollte man besser Metalcore sagen?) fast gar nicht mehr geht, gekonnt in ihren Sound einzubauen und dadurch eine einzigartige wohlige Mitgrölatmosphäre zu erschaffen ('Concrete Walls'). Aber gerade durch den Verzicht auf die Screamo-Anteile und die Betonung des Rockig-Hardcorigen bewegt sich die Atmosphäre der Songs virtuos im Spannungsfeld zwischen mitreißender, aufwühlender Dynamik, melodischer, nachdenklicher Melancholie und druckvoller, riffiger Härte.

Dabei stellen die Songs eine ungemeine Vielfältigkeit unter Beweis, wenn neben hammermäßigen Riffs oder gefühlvollen Soli auch Platz für entschleunigte pittoreske Passagen bleibt ('Concrete Walls'). Da kann sich dann auch schon einmal fordernde Leidenschaft mit beschwingter, nahezu schwebender Leichtigkeit abwechseln ('B.R.L.D.'). Daneben ist es vor allem das Rock-Hymnische, das in Tracks wie 'Faithkeeper' zu überzeugen weiß, gewinnt es doch den vermeintlich metalcorigen Anleihen ganz neue Seiten ab. Herausragend vor diesem Hintergrund ist auch das elektronisch angehauchte 'Vertigo'. Mehr kraftvolles Aufrütteln geht nicht! Wie viel Potenzial in den Songs steckt, beweisen zudem die beiden akustischen Versionen von 'These Days' und 'We Are The Youth'.

Kurz: Das zweite Album soll ja immer das schwierigste sein. Aber diese Schwierigkeit meistern UNLEASH THE SKY mit einer soundmäßig einzigartigen Leichtigkeit. Denn die Kombination aus rockiger, mitreißender Hymnik und hardcoriger, treibender Dynamik inklusive der dem zeitgenössischen Metalcore entnommenen choralen Mitgröl-Partien sind einfach unschlagbar. Hammer!

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