Entwarnung, auch wenn der Mai bei VÖ kurz vor der Tür steht, so wird hier doch nicht alles neu gemacht. Um ehrlich zu sein, wird eigentlich gar nichts wirklich neu gemacht und die Band bleibt ihrem Vintage Metal Sound der Marke Rainbow, Malmsteen, Brazen Abbot durchweg treu. Sänger Altzi passt wie der Allerwerteste auf die Kühlbox und der leicht raue Gesang gibt den erdigen Riffs, die Lenk durch seine Diezel Amps drückt nochmal eine besondere Note. „Don’t Dream“ könnte fast als Oxymoron aufgefasst werden, handelt es sich hier doch um eine Ballade, die doch sicherlich zum Träumen einladen soll. In Kombination mit dem ebenfalls recht getragenen „See My Crying“ fällt mir die Albummitte etwas ruhig und kraftlos aus. Erst mit „Saviour“ wird das Tempo wieder angezogen und gleich eine Portion Neo-Barock in den Sound gemischt. Diese Vorliebe wird dann auch im kurzen Instrumental „March of the Dwarf“ aufgegriffen. „Fame and Fortune“ schließlich steht vollkommen in der eigenen Tradition der Band und hätte fast auf dem Debüt der Band aus dem Jahre 1998 stattfinden können.
Insgesamt ist „Facing The Enemy“ ein gutklassiges Vintage Metal Album mit ganz ordentlichen Melodien und Riffs geworden. Im Autofahr-Test wird aber auch schnell klar, dass es weder genug Aggression bietet, um als musikalischer Mittelfinger gegen Schleicher zu dienen, noch genug Ohrwürmer, um nervige Mitfahrer einfach wegzusingen.
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