Mit „Intersections“ beweisen die Herren einmal mehr, dass sie zur Sperrspitze der technisch versierten Progressive Thrash Metalbands gehören und zwar nicht nur auf nationaler Ebene. Während Alben wie „The Music of Erich Zann“ oder „Dances of Death“ in ihrer Gesamtheit gerne mal das musikalische Gehirn des Ottonormal Metallers geknackt haben, dürfte „Intersections“ viele Fans anspruchsvoller Metallbedienung durch eine für Mekong Delta insgesamt fast bemerkenswerte Eingängigkeit begeistern. Sound und Atmosphäre knüpfen - trotz neuer Vertonung der Songs - an das Gefühl Ende der 80iger an, doch die Songs sind wesentlich geiler als das, was Bands wie Poltergeist & Co seinerzeit abgeliefert haben. Martin LeMar macht einen hervorragenden Job als Sänger und die Instrumentalsektion klingt leichtfüßig, als würden sie sich mit schlichten 4/4 3-Riff-Songs beschäftigen. „Intersections“ klingt von der ersten Note des Openers „The Cure“ (eigentlich von der "The Gnome" EP) bis zum finalen Aufbäumen in „Prophecy“ (im Original auf "The Music of Erich Zann") wie aus einem Guss.
Mekong Delta stehen für mich dieser Tage fast alleine auf weiter Flur. Technische Bands wie Nevermore klingen für meinen Geschmack weniger eingängig oder schreiben einfach weniger gute Songs. Hubert & Co haben es auf dieser Compilation tatsächlich geschafft, technisches Können in gut verdauliche Songs zu packen, so dass ein erstklassiges Album herausgekommen ist. Genial! Ob sich die musikalische Klasse der Band auch in Verkaufszahlen niederschlagen wird, bleibt abzuwarten, aber Mekong Delta wären ja nicht die ersten Künstler, die zu Lebzeiten verkannt wurden.
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