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Autumn's Dawn - Gone

VÖ: 28. August 2014   •   Label:  Eisenwald Tonschmiede

Das Leben in Australien scheint nicht fröhlicher zu sein als in diesem unseren Lande. Vielleicht wird da ja auch die beste Daily Soap nach zwanzig Jahren abgesetzt, so dass Millionen von Zuschauern in ein tiefes Loch fallen. Ein wenig Abhilfe kann da das Debüt-Album von AUTUMN'S DAWN mit dem passenden Titel "Gone" schaffen, behandelt es doch inhaltlich verschiedene Formen von Verzweiflung und Reue, umgesetzt in neun emotionalen, dynamischen, aber mitunter äußerst melancholischen bis hin zu niederdrückenden Alternative-Rock-Songs, die durch post-metallische Anleihen und ein gehöriges Maß an Atmosphärik ein ganz besonders intensives Flair verbreiten.

Doch einmal der Reihe nach: Der Opener 'The Ashes Of A Life' kommt noch überaus fröhlich und mitreißend in DINOSAUR JR.-Manier daher. Da bekommt man fast das Gefühl, dass man das Scheitern im Leben doch auch mit Humor nehmen kann, auch wenn die nachdenklichen und wütenden Parts im Song nicht fehlen.

Um einges düsterer ist dagegen am Anfang 'Until My Heart Corrodes With Dust', da wird zumindest stimmlich mäßig herumgemetalt, ehe der Klargesang in musikalisch hymnischer Begleitung die trüben Wolken für einen Moment vertreibt. Hier finden sich atmosphärische Soundlandschaften, die man aus dem melodischen (Death) Metal a la INSOMNIUM kennt. Auf das düstere Instrumentalstück 'Into The Cold' folgt das kraftvoll geniale 'Grace Of The Grave', wieder im Alternative-Rock-Gewand, mitreißend bis hin zum melancholischen Optimismus. Herrlich.

Mit dieser Herrlichkeit ist es bei dem nächsten Song 'When The sun Sets For The Last Time' aber schnell wieder vorbei, einer Mischung aus einer Metal-Ballade und festlich niederschmetterndem und melodischem Post Metal mit Leidenscharakter, der mit 'Blank Stare, Dead Eyes' seine Fortsetzung findet, und zwar in einer niederschmetternden Form, die ein wenig an PLACEBO erinnert. Nach dem elektronischen Interludium 'Dawn' kommen mit 'Through the Gates Of Time' und dem titelgebenden Track 'Gone' zwei Songs, die verhalten entmutigend beginnen, dann aber melodisch ermutigende Wendungen nehmen oder zu einem furiosen Finale ansetzen.

Kurz: AUTUMN'S DAWN haben mit "Gone" wahrhaftig ein musikalisches Therapeutikum gegen Verstimmungen verschiedenster Art erschaffen. Denn diese Mischung aus niedergeschlagener Melancholie, dynamischer Aufmunterung und atmosphärischer Tiefe ist durch das Verweben von melancholischem und mitreißendem Alternative Rock mit intensivem sphärischem Metal a la INSOMNIUM äußerst überzeugend.

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