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Azure Emote - The Gravity Of Impermanence

VÖ: 07. April 2013   •   Label:  Selfmadegod Records

Wer bisher noch keine Vorstellung davon hatte, mit welcher Musik die schlimmsten Sünder in der Hölle gequält werden, der sollte sich den zweiten Longplayer der in den Vereinigten Staaten beheimateten Band AZURE EMOTE anhören.

Dabei ist der Albumtitel „The Gravity Of Impermanence“ wirklich Programm: Denn die Unbeständigkeit der Songs lastet wirklich schwer auf den Hörnerven, haben sich Mike Heller (FEAR FACTORY, SYSTEM DIVIDE, MALIGNANCY), Ryan Moll (RUMPELSTILTSKIN GRINDER, TOTAL FUCKING DESTRUCTION) und Kelly CONLON (DEATH, MONSTROSITY, SARGON) doch dem Avant-Garde Death Metal verschrieben, der sich besonders durch geschmetterte Drum-Beats, opernhafte feminine Gesangparts [performed von Sandra Laureano (SUTONIA, KEIN ZURÜCK) sowie Melissa Ferlaak Koch (VISIONS OF ATLANTIS, AESMA DAEVA)] und exotischen Instrumenten wie Violinen [gespielt von Peter Johanson (TRISTANIA, SIRENIA, MORGUL)] und anderen überraschenden Parts hervortut. Laut Band lässt das alles den Sound zu einem Schmelztiegel der menschenfeindlichen Finsternis verkommen.

Menschenfeindlich trifft die Sache eigentlich ganz gut. Denn für mich fehlt den Songs der rote Fanden, sie sind zu inkonsistent und reihen verschiedenste musikalische Elemente aneinander, ohne zu einem organischen Ganzen zu verschmelzen. Aber vielleicht liegt das auch an mir und ich bin noch nicht bereit für diese Art von Metal, obwohl ich zu meiner Verteidigung sagen muss, dass ich ein großer Freund der WATERBOYS bin, die sich ja mit VIOLINEN schon in den 80er Jahren hervorgetan haben. Aber auf „The Gravity Of Impermanence“ erzeugen sie zumeist eine disharmonische Stimmung, die mich nicht überzeugen kann.

Insgesamt scheinen mir die verschiedenen musikalischen Elemente eindeutig zu viel des Guten zu sein und erfüllen, abgesehen von Effekthascherei, musikalisch auch keinen weiteren Zweck. Zur Ehrenrettung kann jedoch gesagt werden, dass sich der Death-Metal-Kern ohne das ganze Beiwerk durchaus sehen lassen kann. Schade, manchmal ist weniger einfach mehr.

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