Battleroar – Blood of Legends
Der Kollege Ossowski attestierte den Griechen vor vier Jahren auf seine ganz eigene charmante Art, dass man alles was die Band auf „To Death And Beyond…“ zu bieten hätte zwar schon mal gehört habe, es aber eben gut gemacht sei. So ganz Unrecht hatte er damit natürlich nicht, denn die Athener erfinden das Rad nicht neu und trotzdem gibt es mit dem vierten Album auch eine Neuerung zu verkünden. Das Mikrofon wird nämlich seit 2012 von SACRED STEEL Sirene Gerit Mutz angeschrien. Und ich finde, dass der schrägste Sänger neben KING DIAMOND den Griechen außerordentlich gut zu Gesichte steht. Die musikalische Mischung aus epischem Power Metal, traditionellem True Metal und orchestralen Doom Anleihen (man höre „Poisoned Well“) bietet genau das passende Schlachtfeld für den Süddeutschen und seine leicht heulende aber auch gellende Stimme passt hervorragend zu den verschiedenen Songs. Mit Songs wie „Blood of Legends“ oder „Immortal Chariot“ verschreibt man sich zwar auch abermals dem Kitsch des truen Metals, jedoch versinken die Songs nie ins Plüschige sondern zeigen zu jeder Sekunde, dass die Songwriter mit Leder und Nieten schlafen gehen. Schon allein der Einsatz von Streichern verleiht dem epischen Metalsound der Herren einen besonderen Touch, der sie von anderen Kapellen des Genres abhebt. HAMMERFALL können momentan von solch guten Songs wie „Vylkyries Above“ bestenfalls träumen.
BATTLEROAR wirken auf „Blood of Legends“ roh und ihre Songs verbinden epische Elemente mit der geballten kraft des Power Metals. Die Scheibe ist irgendwo zwischen KING DIAMOND, SACRED STEEL und JAG PANZER angesiedelt und bietet somit das passende Dosenfutter für alle Metalhungrigen Kuttenträger. Und für mich bieten die Songs den perfekten Soundtrack, um an sonnigen Tagen wie heute Wacken Feeling aufkommen zu lassen – nur, dass ich nicht im feuchten Zelt pennen muss. Besser geht’s eigentlich nicht!