Vor 20 Jahren konnte man als schlechte Band mit gutaussehender Frontfrau sicherlich noch Boden gut machen, doch in Zeiten, in denen die einschlägigen Merchandisehäuser mehr bedruckte Damenslips als Muskelshirt verkaufen, kann keine noch so gutaussehende Dame einer Band dauerhaft zu Erfolg verhelfen.
So besinnen sich die Damen und Herren aus San Diego auch lieber auf ihre starke musikalische Seite und mit "Shell Shock" gibt es einen Opener, der sich gewaschen hat: geile Riffs, donnernde Drums und aggressiver und doch melodiöser Gesang. Gerade die erste Hälfte des Zweitwerkes kann durch die überzeugenden Riffs von Gitarrist Pete Wells begeistern. Man höre nur das eindringliche "Burn It Out" oder gerade das fast boshafte "Bare Bones", das sich unmerklich in die Gehörgänge zu schleichen scheint und dann den Nackenmuskel unweigerlich zum Wippen bewegt.
Die Coverversion von Accepts "Balls To The Wall" rundet das Album angenehm ab und wir bekommen hier eine erfreulich erfrischende Interpretation des Klassikers geboten.
Insgesamt überzeugt das Album durch Abwechslung ind Musik, Tempo und Gesang und doch wirkt die erste Hälfte der Scheibe stärker als die zweite. Dennoch haben Benedictum mit ihrem Zweitwerk einen dem Debüt ebenbürtigen Nachfolger eingespielt. Und da stört es dann auch nicht, wenn die Frontfrau gut aussieht...
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