Nach seinem Weggang bei Judas Priest und sein Einstieg kurz darauf bei den patriotischen Weißkopfadlern von Iced Earth ließ Tim schon deutlich erahnen, wo seine wahren Wurzeln liegen. Diese hat er auf dem gleichbetitelten Output sogar noch verfeinert und perfektioniert. Geboten wird hier traditioneller US geschmiedeter Stahl der Marke Helstar und Metal Church. Sieben der vierzehn Stücke stammen aus der Feder Ripper Owens, während die restlichen sieben Songs Gitarrist John Comprix (ein wahrer Meister seines Faches) komponiert hat, wobei nach meiner Meinung die Lieder von Owens deutlich hervorstechen. Alleine der Übersong „Save me“ oder das martialische „Sream Machine“ in bester Priest’schen Tradition beweisen, dass der gute Ripper sein Handwerk deutlich beherrscht und es versteht, moderne Metal-Klassiker zu schreiben, die sich in vielerlei Hinsicht nicht hinter den Großen zu verstecken brauchen. Auch die Produktion kann sich sehen lassen. Aufgenommen im legendären „Morrisound Studio“ in Tampa, Florida unter der Leitung von Produzent Jim Morris reiht sich „Beyond Fear“ nahtlos in dessen langer Liste hervorragend veredelter Klassiker ein. Ob das vorliegende Werk nun auch wirklich das Zeug zum besagten Klassiker hat, wird sich noch zeigen. Fakt ist jedenfalls, dass dem guten Ripper da ein Kleinod gelungen ist, welches gleichermaßen modern als auch klassisch klingt und so ziemlich jeden „wahren“ Metaller zufrieden stellen dürfte. So hätte jedenfalls „Jugulator“ Anno 97 klingen sollen, dann würde heute sicher Mr. Owens noch brav predigen, allerdings hätten wir dann weder ein „The glorious Burden“ geschweige denn ein „Beyond Fear“.
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